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2 (1874)
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Gruppe XIV. Wissenschaftliche Instrumente.

faltigster Aufstellung, unvermeidlich Einflüssen ausgesetzt sind, dieBeschädigungen zum Erfolg haben können. Dazu kommt, dass einegrosse Zahl der ausgezeichneteren Mechaniker und Optiker einen durchihre Leistungen bereits feststehenden Ruf besitzen. Ihre Betheiligungwürde der Ausstellung wohl einen weiteren Glanz verliehen haben,sie selbst hätten aber für einen immerhin nicht unbedeutenden Auf-wand nicht einmal eine Erhöhung ihres Rufes eingeerntet. Vielleichtliegt hierin der Grund, dass manche der berühmteren Werkstätten desDeutschen Reiches, manche der bekannteren Firmen von Paris und diemeisten der ausgezeichneteren Werkstätten Englands nicht vertretenwaren. Man darf hieraus nicht folgern, dass die Wiener Ausstellungnicht auch in der Richtung der wissenschaftlichen Instrumente eineder hervorragendsten, vielleicht die glänzendste aller bisherigen war.Es soll damit eben nur constatirt werden, dass eine Vergleichung derLeistungsfähigkeit einzelner Länder auf Grund der zur Ausstellunggebrachten, speciell der wissenschaftlichen Forschung dienenden Instru-mente und Objecte am wenigsten ausführbar ist. In dieser Specialitätder Section würde für Künstler und Forscher vielleicht Günstigeres zuerzielen sein, wenn in Perioden von fünf oder mehr Jahren Ausstellun-gen wissenschaftlicher Instrumente mit den Naturforscherversammlungenverbunden würden. Die Zahl der Schaulustigen wäre allerdings gerin-ger, die der Sachverständigen, zu welchen Producenten wie Abnehmer zurechnen sind, wäre aber sicher eine grössere. Das zerstreuende Gewühleiner Weltausstellung ist nicht der Ort einer eingehenden Prüfung undVergleichung der Leistungen in Präcisionsmechanik, es fehlen hierzuschon die äusseren Bedingungen, die Sicherung in der Aufstellung, dieRuhe, die Hilfsmittel des Laboratoriums u. s. w. Die Einengung einerAusstellung auf ein bestimmtes Ziel steht freilich im Widerspruch mitdem, was man durch eine Weltausstellung erreichen will xxnd vielleichterreichen kann. Wenn man aber den Fortschritt mehr als die Schau-stellung im Auge hat, so wird von einer Ausstellung in einem engerenRahmen von Gegenständen, die nur von einem kleineren und

scharf begrenzten Publicum ausschliesslich gesxxcht und beachtet werden,günstigerer Erfolg zu erwarten sein.

In der Wiener Weltausstellung waren jene wissenschaftlichen Appa-rate, welche in näherer Beziehung zu den praktischen Bedürfnissen desTages stehen, am ausgedehntesten und glänzendsten vertreten. Eisen-bahnen und Telegraphen, die beiden wichtigsten Erfindungen, die fürVerkehr und Mittheilung gemacht wurden, verlangen zu ihrer Ausfüh-rung und Herstellung in grossem Umfange wissenschaftlicher Apparate.Die geodätischen Instrumente der Eisenbahningenieure und die elektri-schen Apparate für Telegraphenbau waren dem entsprechend nicht alleinam zahlreichsten und in glänzendster Ausführung vertreten, sondernes sind auch vorzugsweise im Gebiete des Telegraphenbaues die. bedeu-