Druckschrift 
2 (1874)
Entstehung
Seite
419
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Section I. Steimvaaren.

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vermeiden, dass die in diesem Herzstücke arbeitende Mühlsteinbanemit der Zeit die Verbindung des Herzstückes mit dem Carrealix löst.Sonst aber waren die Steine, wie bereits gesagt, vorzüglich gearbeitet undvon gutem Materiale.

Deutschland hatte 25 Aussteller, unter welchen ausser der bereitserwähnten Firma vonLüders & Kubon inDresden sich diejenigen vonF. W. Schulze, Berlin, Carl Goltdammer, Berlin, Friedrich Vege-ner, Stettin, A.Fauqueux &Behrle inRenchen in Baden durch Steineaus französischem Quarze besonders auszeichneten; auf diese folgtenGebr. Krause in Quedlinburg, J. Scholz in Breslau, C. Schönfel-der & Co. in Brieg. F. S. Schröder & Gehr. Beutler in Ilavelbergmit ihren Steinen aus einheimischem Material habe ich bereits erwähnt.C. Mos qua in Hildesheim hatte ganz vorzügliche Steine aus Sandstein zumSchälen von Reis und zum Roggen von Getreide ausgestellt, C.Frankein Kesselsdorf gute Granpensteine aus schlesischem Material und G. W.Heim in Oberensingen (Württemberg) gute Roggensteine und Steinezum Enthülsen des Dinkels aus Sandstein der dortigen Gegend.

Die beiden Firmen G. M. K. Ankenbrand in Eltmann (Bayern)sowie die Büdinger Steinhauergewerkschaft hatten recht guteSchleifsteine ausgestellt, was ich gleichfalls von Gebr. Keller undL. Weyer & Co., beide in Zabern, berichten kann. Die schon seit vor-römischen Zeiten betriebenen Mühlsteinbrüche in Mendiger Basaltlavawaren trotz ihres grossen Absatzgebietes nur durch eine Firma, S. Lan-dau in Koblenz, vertreten.

Aegypten hatte Mühlsteine von Gebeahmer aus künstlichemMarmor ausgestellt, die nach unseren Begriffen keine Verwendung haben.

Frankreich, mit neun Ausstellern, wovon aber die eine Firma,Roger fils &Co. in Laferte sous Jouarre, ausser Preisbewerbung war,weil einer der Chefs der Firma als Expert fungirte; wäre dieses nichtder Fall gewesen, so würde man deren Steinen gewiss einen ersten Preiszuerkannt haben.

Von denConcurrirenden hatte dieFirma A. Fauqueux in Laferteunbedingt die schönsten Steine vorgeführt, sie zeichnten sich durch guteAuswahl der Stücke, saubere Arbeit und den von mir bereits frühererwähnten neuen Einband mit zwei starken, schmalen Reifen aus.Dieses Haus,'welches sich erst vor zehn Jahren etablirte, hat sich bereitszu einem der bedeutendsten gehoben. Zwei ihrer Steine, zur Vermahlungvon Weizengries bestimmt, waren, um die feine Porosität und diezur Griesvermahlung nöthige, gleichmässige'Fläche nicht durch Fugenzu unterbrechen, so construirt, dass die Fugen in die scharfen Kantendes Römisch fielen und demnach vollkommen unsichtbar waren.

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