Druckschrift 
2 (1874)
Entstehung
Seite
409
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Section I. Steinwaaren.

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Aus den schönen Brüchen von Lavagna an der Biviera warengrosse Dachplatten zur Stelle, und solche in Mustern ausgeschnittene,welche in jener Gegend zur ungesehenen Ausschau vor den Fensternbefestigt werden.

Ein so massenhaft vorkommendes Baumaterial, wie der Sand-stein, der eben deshalb keinem weiten Transport unterzogen zu werdenpflegt, lässt weniger als jedes andere eine vergleichende Zusammen-stellung zu. Die Statistik der damit handelnden Firmen und derdamit beschäftigten Hände wäre von weit grösserem Interesse, als diezufällig aus der Nähe zur Ausstellung gebrachten bearbeiteten undunbearbeiteten Blöcke, daher mögen hier nur die prämiirten erwähntwerden: B. Müller in Geilshausen in Hessen, C. A. Merkel in

Halle a. S. und E. Bothschild in Stadtoldendorf in Braunschweigwegen ihres grossartigen Betriebes, Faxe in Dänemark, und ausGruppe XVIII. A. Weiss in Neusohl in Ungarn und endlich Civesfils & Co. in Paris.

Ueber die von dem Solenhofer Actienverein ausgestelltenlithographischen Steine 1 ) ist nur zu bemerken, dass diese Firma vonihrem fast einzig in der Welt dastehenden Artikel, den sie auch zuzierlichen Gegenständen zu verarbeiten versteht, nur Flurplatten aus-gestellt hatte. Ob ihr aus einem von J. G Aurichiella in Caltagironebei Catania und einem von Barbu-Bela in Bumänien aufgefundenenund ausgestelltenlithographischen Stein eine Concurrenz erwachsenwird, wird erst die Erfahrung lehren.

Die Serpentin -Industrie blüht in Deutschland vorzugsweise in Sach-sen, in Zöblitz, und waren von der dortigenSächsischen Serpentin -Actiengesellschaft eine geschmackvolle Schatulle sowie gut gearbei-tete Tische, Kamine, Postamente und Grabmonumente und allerleiKlein- und Ziergeräthe ausgestellt.

Aus Italien waren einige hübsche Statuetten in Serpentin oderVerde di Prato von P. Bazzanti und A. Frilli in Florenz aus-gestellt, welche in ihrer dunkeln Bronzefarbe einen guten Effect mach-ten; Vasen von C. Scheggi & Fratelli sowie eine Anzahl von Töpfenaus Serpentin oder Topfstein von G. B. Gianoli in Sondrio im Veltlin,wo diese Hausindustrie lebhaft betrieben wird, und die Kochtöpfe auseinem verwandten schwarzen Schiefergestein, welche J. Patocchiin Binasco ausgestellt hatte, zeigte dieselbe auch im Tessin. Hierhergehören auch die durch die Gebr. Ziegler & Co. in Tabris in Persienausgestellten gedrehten und geschnitzten Tassen und Gefässe aus Topf-stein aus Chorasan; dieselben machten keineswegs einen reichen undzierlichen Eindruck, sondern zeigten nur den Mangel eines reinlichenThonfabrikats.

9 Yergl. Bd. I, p. 731.