Zweite Section.
a. Werkzeugmaschine 11.
Berichterstatter: Dr. Ei' Hartig 1 ,
Prof, am k. s. Polytechnikum zu Dresden, Mitglied der Jury.
Versteht man, dem gegenwärtigen Sprachgebrauch entsprechend,unter der Bezeichnung „Werkzeugmaschinen“ nicht allein die Maschinenzur Bearbeitung der Metalle, sondern auch die immer mannigfaltigergewordenen und in wachsender Ausdehnung angewendeten Holzbearbei-tungsmaschinen und rechnet man auch noch die Maschinen zur Bearbeitungder Steine hinzu, so umgrenzt man diejenige Gruppe der Arbeits-maschinen, deren Vertretung auf der Wiener Airsstellung in jederBeziehung am vollständigsten gelungen war: Es fehlte keine der zahl-reichen Gattungen dieser Maschinen ganz, es war auch keines derdieselben erzeugenden Länder unvertreten.
Am meisten musste es überfaschen, dass die Werkzeugmaschinen-Fabrikanten der Vereinigten Staaten sich in weit grösserer Zahl ein-gefunden hatten, als auf irgend einer der früheren Weltausstellungen,und durchaus mit Objecten von zweifelloser Originalität, deren Werthdurch Fernhaltung aller mittelmässigen Leistungen jedem aufmerksamenBesucher gar leicht erkennbar gemacht worden war! Eine wirklicheElite bewährter Erfinder und Fabrikanten, von W. Seilers, dem Schöpfermancher unübertroffenen Construction, bis Thomas Hall, den Erfinderdes handlichsten Schraubstockes, vonB.C.Tilghman, dem Sandstrahl-bläser, bis zur Mowry Axle and Machine Comjiany, welche dieeisernen Reifen ohne Erwärmung auf die hölzernen Wagenräderzog! Bei Betrachtung dieser Fülle von Erfolgen musste nothwendigaufs Neue die Frage in Erwägung gezogen werden, welcher Antheilhierbei dem durch einen wirksamen Patentschutz verfeinerten Gefühlfür Erfindungseigenthum, für das „Mein und Dein“ im technischen