Druckschrift 
2 (1874)
Entstehung
Seite
43
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Section I. Motoren, Kraftübertragungsmaschinen etc. 43

welche selbstthätig das zu feuernde Stroh schneidet und in die Feue-rung liefert (Patent Head & Sch emioth) 1 ). Die zweicylindrige Maschinehat feste Expansion mit zwei Schiebern, deren Excenter für den Rück-lauf umstellbar sind. Alle haben Stegverbindung durch runde schmied-eiserne Stangen, die einerseits am Cylinder in angegossenen Lappenund andererseits in einer Aufwärtsverlängerung des schrägen Lager-körpers befestigt ist.

Marshall & Sons in Grainsborongh haben eine Locomobile ohneRäder (sogenannte mi-fixe) mit zwei Cylindern und Stephenson-Cou-lisse ausgestellt und ausserdem noch eine Locomobile mit einem .Cy-linder, bei der das Schwungrad zugleich als Seilscheibe dienen kann,sowie eine grössere mit zwei Cylindern und einem von Handparallel dem Durchmesser verschiebbaren Excenter, dessen Excentricitätund Voreilung also variabel ist 2 ). Diese letztere Maschine hat auchStegverbindung zwischen Cylinder und Lager, und dieses ist ohnejede weitere Befestigung mit Schwalbenschwanz in den auf den Kesselaufgenieteten Support eingesetzt, so dass jeder Ausdehnung des Kes-sels freies Spiel gegeben ist. Zu Cardiff waren Marshall & Sonsdurch eine ganz ähnliche Maschine vertreten 3 ) und gewannen dieselbendort mit ihr den vierten Preis (highly commendeä).

Die Firma Ruston, Proktor & Co. in Lincoln hat zwei Loco-mobilen, eine eincylindrige und eine zweicylindrige, und ausserdem einekleine transportable Maschine mit stehendem Kessel ausgestellt.Letztere hat ein Excenter, welches um einen ausserhalb der Welle ge-legenen Punkt gegen diese drehbar ist, es ist also Excentricität undVoreilung desselben veränderlich. Der Regulator wirkt aber nurauf eine Drosselklappe. Eigenthümlich ist die Stegverbindung,welche merkwürdiger Weise nur bei der kleineren, eincylindrigenMaschine vorhanden. Statt nämlich die Lager verschiebbar anzuord-nen oder biegsame Supports für dieselben zu verwenden, um so derKesselausdehnung freies Spiel zu geben, gehen Ruston, Proktor & Co.gerade vom entgegengesetzten Standpunkte aus. Sie verbinden Cylin-der und Lager durch ein starkes schmiedeeisernes Rohr, welches stän-dig mit frischem Dampf gefüllt ist, sich also ebenso ausdehnt, wie derKessel. Damit keine zu starke Abkühlung und demzufolge Conden-sation stattfindet, ist das Rohr umwickelt und die Umwickelung ge-schützt durch ein ganz dünnes Messingrohr 4 * * * ).

4 ) Zeichnung und Beschreibung Engineer 35, p. 313. Engineering

XV, p. 357. Polyt. Centralblatt 1873, S. 806. 2 ) Patent Hartnell &

Guthrie. Man kann mittelst dieses Excenters die Expansion variiren vonvoller Biillung bis 1 %, und ebensoweit den Rückwärtsgang. 8 ) Abbildung

und Beschreibung dieser Maschine Engineering XIV, p. 25. Dieselbeist hier mit zwei Excentern und eigenthümlicher Expansionsvorrichtung ver-

sehen. 4 ) Zuerst traten Buston, Proktor &Co. hiermit auf der Smith-