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2 (1874)
Entstehung
Seite
16
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16 Gruppe XIII. Maschinenwesen u. Transportmittel.

liegt; nämlich die vollkommene Trennung der Einlass- von derAuslasssteuerung.

Bei der gewöhnlichen Corliss-Steuerung werden Ein- und Auslass-ventile von demselben Excenter aus bewegt, und es ergiebt sich dieStellung dieses Excenters relativ zur Kurbel aus der Bedingung für dieAuslasssteuerung. Da nämlich beide Airslassventile mit einander bewegtwerden, so müssen dieselben, damit in den Todtlagen der Kurbel je einessich öffnet, in der mittleren Stellung des Excenters beide geschlossen

sein, und daraus folgt, ebensowie bei jeder anderen Steuerung,ein Voreilen des Excenters um 90°plus dem sogenannten Voreilungs-oder Ueberdeckungswinkel. Wennalso, Fig. 2, OK die Stellung derKurbel, so ist OE die des Excen-ters. Die beiden Einlassschieber sindunabhängig von einander; für dieseist daher ein solches Voreilen nichtgefordert, ja dies wirkt sogar schäd-lich. Um nämlich Stösse zu vermei-den, dürfen die Sperrklinken nur ein-fallen im Momente der Umkehr derBewegung, d. h. wenn E in e' (resp. e")sich befindet. Der Canal darf aber erstgeöffnet sein, wenn das Excenter in E angelangt; während des ganzenWinkels e' OE hat sich daher der Schieber nur um seine Ueberdeckungzu drehen, und nur während des Winkels EOe" (an der Kurbel KO Je)kann die Auslösung erfolgen. Hat aber wie hier die Einlasssteuerungein besonderes Excenter, so bestimmt sich dessen Stellung nur aus derBedingung für diese: Oeffnung der Canäle in den Todtpunktlagen; dasExcenter wird daher vielleicht statt in E in Ei sich befinden, undder Weg für die Ueberdeckung wird also wesentlich kleiner, derfür die volle Oeffnung resp. die Auslösung um ebenso viel grösser;ein Vortheil, welcher ausgesprochener Maassen die Constructionsbedingungfür eine weitere neue Steuerung, die von Wannieck, bildet. Ein wei-terer Vortheil dieser Steuerung gegenüber der gewöhnlichen liegt inder Form der Ausrückhebel. Diese sind bei letzterer sehr flach ge-krümmt und die Tangente bildet überall einen sehr spitzen Winkelmit der Bewegungsrichtung. Die Folge davon ist, dass eine beträcht-liche Componente des beim Auslösen stattfindenden Stosses auf denRegulator zurückwirkt, dieser also bei jeder Auslösung einen nicht un-bedeutenden Stoss erhält. Bei der Bedeschen Steuerung ist dies wegender Form der Hebel weniger zu befürchten; und dies ist jedenfalls auchein nicht zu unterschätzender Vortheil derselben.

Fig. 2.