Druckschrift 
2 (1874)
Entstehung
Seite
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Section I. Motoren, Kraftübertragungsmascliinen etc.

Stellung ist eine colossale Zwillingsmaschine von oa. 350 Pferden J ).Die Maschine ist zum. Betriebe eines Reversirwalzwerkes bestimmt, batCylinder von 1100 mm Durchmesser und 1300 mm Hub, und über-trägt ihre Kraft durch ein Zahnräderpaar von 210 mm Theilung.Sie hatStephenson-Coulisse, ausserdem aber noch einen besonderenExpansionsschieber und ist in Folge dessen die Expansion variabelvon0 - 15 bis 0'85. Neben ihr finden wir noch zwei grössere Maschinen,von denen die eine ebenfalls zum Betriebe eines Walzwerks be-stimmt ist. Dieselbe hat unveränderliche Expansion und einenCylinder von 760 rnm Durchmesser und 1200 mm Hub; die andereMaschine hat Meyersche Steuerung und einen Cylinder von 530 mmDurchmesser und 1060 mm Hub.

Ferner fällt namentlich in die Augen eine sehr schöne Zwillings-fördermaschine, welche indessen zugleich mit einer zweiten kleinerenund einem Dampfhaspel erst weiter unten in Gemeinschaft mit denübrigen Fördermaschinen der Ausstellung ausführlicher beschrieben wer-den soll.

In der Maschinenhalle hat die gleiche Firma noch ausgestellt einein vieler Beziehung eigenthümliche Maschine nach WoolfscheinPrincipe. Die Kurbeln dieser Maschine stehen unter einem Win-kel von 180° und die Cylinder, von einem Durchmesser von 265 mmund 525 mm bei 710 mm Hub sind so dicht wie irgend möglichzusammengerückt. Die Schieberspiegel sind in dem oberen Y förmigenBaume zwischen den beiden Cylindern angeordnet und bilden einenrechten Winkel mit einander. Der Schieber, welcher wie der Hick-sche beide Cylinder zu gleicher Zeit steuert, ist ein ziemlich compli-cirtes Gussstück; er bildet ein dreiseitiges Prisma, auf dessen dritterFläche der Meyersche Expansionsschieber gleitet.

Die Fürstl. Lichtensteinsche Maschinenfabrikzu Adamsthalzeigt ausser einer weiter unten zu beschreibenden Maschine mit Locomobil-kesseleine Maschine von 16 Pferdestärken mit Meyer scher Steuerungund Bussschein Regulator, welch letzterer überhaupt in der Ausstel-lung ungemein häufig vertreten war. Eine Eigenthümlichkeit an der Ma-schine ist die Pumpe, welche von einer Coulisse aus in der Weise bewegtwird, dass sich ihr Hub innerhalb bedeutender Grenzen verlängern undverkürzen lässt. Yon der Firma F. J. Müller in Prag .ist eine zwei-cylindrige Maschine von 20 Pferden und von G. Topham in Wien einedreipferdige Maschine ausgestellt. Wannieck in Brünn zeigt nebeneiner sehr schönen Corl iss-Maschine zwei kleinere mit Meyer 1 'scherSteuerung und kräftigem Hohlgussgestell, die Erste BrünnerMaschinenfabrik eine Luftcompressionspumpe mit Hilfsrotation undMeyerscher Steuerung, welche die Kraft für einen äusserst netten,

J ) Zeichnung Engineering XYI, Tafel vom 5. Septbr.