Druckschrift 
2 (1874)
Entstehung
Seite
7
Einzelbild herunterladen
 

7

Section I. Motoren, Kraftübertragungsmaschinen etc.

mit schmiedeisernem Rahmengestell, bei welcher Cylincler und Schwung-radlager durch seitlich angeschraubte K Träger verbunden sind, hat einExcenter, dessen Stellung aber von dem sehr sinnreichen Regulator(Patent Hartneil & Guthrie) verstellt wird, und'arbeitet daher mitveränderlicher Expansion. Zwei weitere kleine Maschinen von Mar sh allSons & Co. und Clayton & Shuttleworth bieten nichts besondersBemerkenswerthes.

Frankreich ist nur durch eine einzige Maschine repräsentirt.Dieselbe ist ausgestellt von der Compagnie Fives-Lille und hatMeyersehe Expansion, welche von Hand regulirtwird.

Verhältnissmässig sehr reich ist die Ausstellung der Schweiz, abersämmtliche Maschinen, sechs an der Zahl, haben vom Regulator abhän-gige Expansion und sollen daher weiter unten beschrieben werden.

'Belgien stellt eine sehr hübsche Corliss-Maschine vonBede & Comp. (Societe Houget-Teston) aus, welche ebenfalls wei-ter unten näher beschrieben werden soll.

Deutschland hat neben Oesterreich sowohl quantitativals qualitativ wohl von allen Staaten am meisten geliefert. Eshat im Ganzen 16 stationäre Maschinen ausgestellt, von denen 9, alsomehr als die Hälfte, mit vom Regulator abhängiger Expansion arbeiten.Von den übrigen ist in jeder Beziehung die bedeutendste die von derActiengesellschaft der Hollerschen Carlshütte bei Rendsburgausgestellte Zwillingsmaschine mit von Hand verstellbarer Meyer-scher Expansion. Die Cylinder derselben haben 460 mm Durchmesserbei einem Hub von 840 mm; sie nehmen zwischen sich den Regulatorauf, welcher aber, wie schon gesagt, nur durch die Drosselklappe wirkt.Adler&Panofsky zu Paulshütte bei Sohrau haben eine kleine Ma-schine von 12 bis 15 Pferden mit Meyerscher Steuerung, Främbs& Freudenberg in Schweidnitz eine Maschine von 8 Pferden,ebenfalls mit Meyerscher Steuerung ausgestellt. Englertli & Cün-zer in Esch we iler-Au e zeigen eine sehr schwere zum Betriebe einesWalzwerkes bestimmte Maschine J ). Dieselbe arbeitet mit Hochdruckbei Meyerscher Expansion und ohne Condensation. Die Dampf-canäle sind nicht in der gewöhnlichen Weise zu beiden Seiten einerdurch die Achse des Cylinders gelegten Horizontalebene, sondern umso viel tiefer gelegt, dass ihr Boden in derselben Höhe mit dem tiefstenPunkte des Cylinders liegt, so dass das Condensationswasser fortwährendabfliessen kann. Es entstand dadurch aber die Schwierigkeit, dass dieSchiebermittel und folglich auch'die Schieberstangen in ihrer Verlänge-

*) Zeichnung und Beschreibung: Engineering XV, p. 457.