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Siebentes Capitel.
; Religion nicht mehr durch Gewissenszwang ver«finstere, lund ihre wohlthatige belebende Kraftnicht mehr ersticke. Man weiß, wie oft mandie Nothwendigkeit eines allgemeinen Leisten, Ord-nungsliebe und Bequemlichkeit, zum Vorwandliebloser Glaubensmeisterey macht; und wie manblos aus geistlichem Diensteifer ein gutes Herzverfolget, und ein übel behandeltes Herz blutenlaßt.
Mönche haben dieß auch nicht gethan. Aberaus jeder Falte von protestantischen Mänteln undKragen blickt Mönchsgeist, wenn Vorurtheile denKopf benebeln, und das Herz nach Beförderungund Herrschaft und mehr Beichtmünze lüstert.Nicht Mönche allein haben mit dem Menschen-verstände ihres Zeitalters gespielt. Denn ohne^ zu wissen woher und warum, sprechen die einen' in einer ununterbrochenen Reihe von Jahrhunder-ten nach, was einst ein zorniger Kirchenvaterwähnte; und Orthodoxie wechselt bey den andernab, in jedem Menschenalter. Religion allein^ II. Lheil. Ff bleibt
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