Sechstes Capitel. 6Z
Krankheit bange, es möchte am Ende damit nichtgut gehen; und nun wandelte er, ungefehr wieFotl)ergill, in einem ganz zerrissenen Kleide, halbnackt und mit blossen Füssen durch die Strassenvon Assisi, um sich, wie er sagt, an den Spottund an das Gelächter der Weltkinder zu gewöh-nen. Sein Vater dachte, es spuke in seinem Ko-pfe, und hatte nicht ganz unrecht. Er wollteseinen Sohn einschliessen: aber Franz entgiengihm, und begab sich zu dem Bischof der Stadt.Dieser ließ den Vater hohlen, der ihm dann al-lerlei) Vorstellungen machte. Franz zog seineLumpen aus, warf sie seinem Vater vor die Fas-se, und sagte, dieses Kleid hatte ich noch voneuch, itzt gebe ich es euch zurück, ihr wäret meinVater auf Erden, und nun sage ich weiter nichtsmehr, als Vater unser der du bist im Himmel»Entzücket durch diese Rede des nackten Schwär-mers , warf ihm der Bischof seinen eigenen Man-tel um, und ermahnte ihn bey seiner Begeiste-rung und seinen hohen Gesinnungen zu beharren.Nun verließ Franz die Stadt, gieng in die Wäl-