Druckschrift 
2 (1785)
Entstehung
Seite
4
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4 Ueber die Einsamkeit.

nichts schreiben wollte als einen Roman über dirEinsamkeit.

Der Mensch ist im einsamen M'ssiggange wieein stehendes Wasser, das keinen Abfluß hat, undfault. Durch geschäftlose Ruhe und, durch allzu-grosse Anstrengung werden Leib und Seele un-gesund.

Plötzlich ermattet jeder Theil des menschlichenKörpers, wenn er ohne abwechselnde Ruhe immerwirket» So ermattet auch der Geist dessen derimmer nur Eins thut, immer die nemlichen Ge-genstände sieht, immer die gleiche Arbeit hat, im-mer zieht an dem nemlichen Lastwagen. Einsam-keit drückt jeden der aus Kränklichkeit sich nichtlange in sich selbst und mit sich selbst beschäftigenkann. Er erlieget unter jeder Arbeit, wenn ihnPflicht oder Leidenschaft nicht mehr regsam ma-chen , und der letzte Funke seines Geistes erlöschetin ungeselliger und geschäftloser Stille unter Mis-mnth und Melankolie. Alsdann ist es Zeit guteund freundliche Menschen zu suchen, bis man wie-der