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Zweites Capitel. zz
get man sich auf Assembleen, Balle, Reduten,unter Haufen von Lichtern und Diamanten, undunter unabsehbare Reihen schnell athmender Da-men. Man erschüttert durch wollüstige Tanze beysich selbst und bey diesen Damen die geheimstenFaden der Empfindung. Alle diese gesellschaftli-chen Freuden verschaffet man sich mit Gemäch-lichkeit; die Freuden der Einsamkeit findet man,gar zu oft, nicht ohne Anstrengung.
Vergnügungen des Verstandes flieht man ausGeistesimpotenz. Darum hohnlächelt man überalles wahrhaftig Schöne und Grosse. Darum«ennen alle unsere Herren und Damen vom deut-schen bon ton alles, was aus den besten FedernDeutschlands, fließt, dummes Zeug.
mv- Solchen ungesalznen und phlegmatischen Ge-isiB schöpfen mißfällt das Beste in jeder Art, weil
kB* sie, wie ein Engländer vortreflich gesagt hat,
»- weder Organen noch Willen haben, es zu fühlen,B i» aus Geistesleerheit Zeitvertreib allenthalben suchen,und ihn doch aus Geistesstumpfheit nirgends fin-