Druckschrift 
1 (1785)
Entstehung
Seite
11
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Erstes Capitel.

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Alle Vorthcile der Einsamkeit giebt man auchwol gerne zu, «nv halt dann doch sinnlichesVergnügen für des Menschen erste Pflicht. Wirsind doch in Wahrheit, dem Himmel sey eS ge-dankt , da, um gesellig zu seyn; und wer wolltenicht lieber den ganzen Ab^nd spielen, als wieein Thor zu Hause sitzen und nichts thun, alslesen und schreiben? Alte müssige Matronenhassen darum die Einsamkeit wie den Tod, undjappen nach Visiten und Assemblern, wie auf denStrand geworfene Fische nach Wasser.

Aber die Archive der Menschheit zeigen doch,wie man auch in der Einsamkeit faselt, und inderselben zuletzt allen menschlichen Gefühlen ent-sagt. Mancher Mönch liebet sein Kloster, weiler denkt, Gott höre und sehe in der Welt nichtsso gerne, als wie er seine Horas singt und seineSchußgebete murmelt. Ein Eremit trotzet Weltund Mensche» in der sanften Gesellschaft vonSchlangen und wilden Thieren. Der EuropäischeLheosoph glaubt, er habe auf Erden das ausserste