2 Heber die Einsamkeit.
ner Jugend, in denen Einsamkeit meine einzigeFreude war; in denen ich keine angenehmere Aus-flucht kannte, als in Klöster und Cellen, in un-bewanderte Gebürge, hohe schauervolle Wälder !und zerstörte Schlösser alter Grafen und Ritter,und kein lebhafteres Vergnügen, als den Um-gang mit den Tobten. ^
Ueber eine wichtige Angelegenheit des Men-schen möchte ich Nachdenken; über der EinsamkeitSchaden und Trost; über ihren in allen Zeitenund unter den berühmtesten Völkern gekannte»,aber vielleicht nie genug geprüften Werth; überihren allmächtigen Trost, wenn dich Kummeraustrocknet, Krankheit entnervet, des Tages Listund Bürde zerdrücket; auch über ihren Trost inLeiden, die das Herz nicht erträgt.
Gerne will ich jedem gesellschaftlichen Ver-gnügen entsagen, jede andere Erhohlung fliehen, !mit jeder Freude des Lebens nichts mehr zu thunhaben, wenn es mir nur gelingt, zuweilen einigeStunden von Ruhe und Muffe zu stehlen, mir
dann