Druckschrift 
4 (1785)
Entstehung
Seite
231
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Eilfles Capltel. rzi

seines Vaterlandes, der nicht vergöttert undnicht lästert. Man labet sich an seiner Weis»heit, freut sich seiner Einsichten, erwärmt sichan seiner Liebe für Wahrheit, Volk, und Men-schen; man geitzt um sein Vertrauen, und seineFreundschaft; staunt über seine Bescheidenheitin Anstand und Worten, und eben so sehr überdie Verborgenheit seines Namens und seinerExistenz. Man wünscht diesen Karthäuser ausfeiner Hütte in den Pallast, und zuletzt liest manmit heiligem Feuer an seiner Stirne geschrieben!Oä! proknnum vul^us et arceo. Anstatt ihnzu verführen, wird man sein Proselyt.

Ach er ist nicht mehr, der politische Kar-thäuser, bey dem ich einst in der Wetterau, mitkindlicher Liebe und Ehrfurcht, alle diese Weis-heit und Ruhe in lebendigen Zügen ausgedrücketsah, und anstaunte! Ein grösserer Kopf lebtedamals vielleicht an keinem Hofe in Deutsch-land; nirgends fand ich einen scharfsinnigemBeobachter der Menschen und ihrer Thaten,einen genauern und billigem Prüfer derP 4 Welt