!2 Ueber die Einsamkeit.
heitsphantasten, alle in ihr Vaterland verliebt, alledanken Gott für ihren Frieden, der jeden ruhigwohnen läßt unter seinem Feigenbaum, und beyseinem Weinstock (*).
Ein zuweilen wildes, aber im Grunde dochimmer gutmüthiges Volk, bewohnet die Einödenin den Alpen der Schweitz. Ihr rauher Himmelmacht sie hart und derbe, und ihr Hirtenlebenmacht sie sanft. Ein Engländer hat gesagt, daßderjenige der den Donner in den Alpen nie gehö-ret, sich auch keinen Begrif machen könne vondem Getöse, der Wiederhohlung, und der Längedes am ganzen Horizont umherrollenden Donnersin solchen Gebirgen (**); und darum halten wol
die
('y Der Landban erwecket eine gewaltige Liebe fürden Frieden, sagt Plutarch: jedoch behält man da-bey allen nöthigen Muth um sein Eigenthum zuvertheidigcn, und verlieret uur die Verwegenheitund Frechheit, die zur Befriedigung ihrer Hab-sucht andern das ihrige raubt.
(«») Mir war nicht nur das Getöse, die Wiederhvh-
lung, und die schreckliche Länge des Donners in
diesen