-l?8
Heber die Einsamkeit.
-elebet hat, als den Weltling, der an nichtsdachte als an die Befriediguiig seiner Leiden-schaften und Lüste. Wie ganz anders endigtsich ein geräuschvolles und gedankenloses Welt-leben, wenn es auch nicht mit jedem Laster be-flecket war, als das stille Leben der Unschuldund der Sanftheit.
Weil Exempel mehr rühren als kehren undGrundsätze, weil Beyspiele aus unserer Zeitdurch die Neugier eher aufgefasset werden alsBeyspiele der längst vergessenen Dorwelt, sowill ich es wagen, hier die mir aus Englandmitgetheilte Geschichte eines vornehmen Weit-lings zu erzählen, der sich vor einigen Jahrenin London erschossen hat, und aus der mansehen wird, daß man auch bey guten Eigen-schaften des Herzens höchst unglücklich werdenkann, wenn man dabey ohne Kopf, und alsoso vornehm als möglich, in der Welt lebt.
Herr Damer, ältester Sohn des LordsMilton, war fünf und dreißig Jahre alt, als ersein Leben mit den Grundsätzen schloß, nach wel-chen er gelobet hatte. Er war mit der einzigen
Toch-