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3 (1785)
Entstehung
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Ueber die Einsamkeit.

ge fliehen, und doch keine Freude haben an ih- ^rem flatterhaften Leben. ^

Geräuschvolle Tugenden, Handlungen von ^

ausgebreitetem Nutzen und hoher Wohlthätig- »iE

keit, können wenige ausöben. Aber zu wiemancher stillen Tugend hat jeder Mensch, in D"

jedem Tage seines Lebens, wenn er auch nicht ließ

aus seiner Kammer kommt, Veranlassung und «jN

Ruf. Wer thätig in seinem Hause ist, kann litt

das ganze Jahr hindurch zu Hause seyn, und H

jeden Tag dieses Jahres die Glückseligkeit an- H

derer Menschen befördern, ihre Klagen anhören, t«

ihren Jammer erleichtern, rund um sich her und wj

in sehr grosser Ausbreitung, Gutes thun, wenncs auch die Weit nicht sieht, und nicht weiß. ISEin sieter Ruf zur Einsamkeit ist zuweilen ,«ch

ein früher Ruf zu Gott. Wir denken erst als- M

dann aufrichtig, redlich, und wahrhaft, von U

uns und über uns selbst, und über alles waS t«

wir seyn sollten und nicht sind, in jener na- «jj

menloscn unbestimmten Melankolie, die viele y,

Menschen in der ersten Jugend befällt, die aber ^

auch bestimmt und darum ncch kräftiger, in

reifem