§2
lieber die Einsamkeit.
und tragen, dieß schützet und stärket, und dicßhebt uns, wenn wir auch lange niedergeworfensind, immer wieder in die Höhe.
Ueberdruß und Ekel sind doch endlich, dieunvermeidliche Folge der beständigen Treibjagdnach Ergötzung. Wer den Becher der Freude bisauf den letzten Tropfen ausgetrunken hat; wer nuneinmal sich selbst gestehen muß, es sey fär ihn in derWelt nichts mehr zu suchen, nichts mehr zu hoffen,und nichts mehr zu thun; wer im Genüsse de-Vergnügens von Ekel übersticffet, über seine eigeneGefühllosigkeit erstaunt, und die zauberische Ein-bildungskraft nicht mehr hat, die alles verändert,verschönert, und verfeinert, der rufet vergeblichdie Töchter der Wollust zu sich. Er ist gefoltertmit übler Laune bey ihren Liebkosungen, undmit Mismuth bey ihrem schmeichelhaften Gesang.Der süsse alte Geck möchte frölich seyn, und ißstumpf, möchte glänzen, und wird verlachet,möchte witzeln, und faselt. Ale seine Reden sindalbern und unschmackhaft, schal, dumm, undlängst aus der Mode. Solche ausgediente undAbgenutzte Lusiigmacher sind nun endlich auch
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