Druckschrift 
Über mittelalterliche Bibliotheken
Entstehung
Seite
456
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

456 Anhang.

Pg. 75 (No. 193. Staffelsee. ca. 810). Richtiger: J. G. Eccard,Commentariorum de rebus Franciae Orientalis ete. T. II, Wirceburgi1729 in foL, pg. 902 sqq. — Auch gedr.: Leibnitii collectanea ety-mologica ab J. G. Eccardo edita, Hanoverae 1717, pg. 317. 318; PaulJac. Bruns, Beyträge zu den deutschen Rechten des Mittelalters, Helin-städt 1799, pg. 57; B. Guerard, Polyptyque de l'abbe Irminon T. II,Paris 1844 in 4°, pg. 297; Capitularia regum Francorum ed. Alfr.Boretius T. I, pg. 251.

Pg. 77 (No. 202. Tapiau). Vgl. noch Petzholdts Anzeiger fürBibliothekwiss. 1863, pg. 285 und das für diese Bibliothek dort ci-tirte Werk.

Pg. 78 (No.206. Trier). Abschrift: Bibl. Roy. Bruxelles, 2 e sectionNo. 6833 von P. Alex. Wiltheim. — Auch gedr.: Bulletins de l'acad.roy. des sciences et belies lettres de Bruxelles annee 1841, T. VIII1. partie, Bruxelles 1841, pg. 420—424.

Pg. 85 (No. 230. Lambach). Titel: QVICVMQ; aut libera utenspoteftate aut quauis magifterii fuffnltus auctoritate libellum iftum seilCodices fubfcriptos a loco et ministerio S. MARIE alienaucrit. a mentefua in hac uita alienetur. et de libro uiuentium nomen eius deleatur.et cum iuftis nifi refipifcat non fcribatur niß forte aut negli-gentia aut naturali obliuionis incuria [deperdaturj. quia heuplures sunt congregata diffipantes pauciffimi uero quod partum esttempore longo conferuantes. — gedr. ist das Verzeichnis« Germania.Von der Berlinischen Gesellschaft für deutsche Sprache und Alter-thumskunde. Bd. 4 [auch u. d. T.: Neues Jahrbuch f. deutsche Spracheund Alteithumskunde Bd. 4| herausgegeben von F. H. von der Hagen,Berlin 1841, pg. 184. 185. — Von der Hagen sagt in der genauenBeschreibung dieser Handschrift a. a. 0. pg. 184 über die Provenienzderselben nichts weiter, als dass die Hs. einst einem Marienklosterangehört habe, was ohne Weiteres aus der Ueberschrift erhellt, undferner dass er die Hs. aus der Versteigerung einer Passauer Biblio-thek erstanden habe (pg. 153). Das cursiv Gedruckte ist vom Schreiberselbst am oberen Rande nachgetragen, das von mir eingeklammerteWort, das von der Hagen noch las, sah ich nicht mehr. Dass ichdas Verzeichniss Lambach zuweise, hat folgende Gründe. 1) fol. 3 a(sonst leer) steht HIC LIBER EST GOTSCALCI DE LAMBACH,welcher Mann uns auch durch das älteste Necrologium als Mönch desKlosters bezeugt ist. 2) ist Lambach wirklich der hl. Maria geweiht,aber ausserdem noch dem hl. Kilian, der ebenfalls, und zwar an obersterStelle links unter jenem Heiligennamen erscheint, welche fol. 2 a ineinem Rahmen stehend eine Zeichnung der hl. Maria mit Jesus undJohannes umgeben. Schon die dort vorkommenden Namen S. Gallus,S. Columbanus lassen auf ein Benediktinerkloster schliessen, das Lam-bach bereits seit 1056 war. 3) war dieser Codex nachweislich noch1770 in Lambach und ist also erst später in jene Passauer Biblio-thek gekommen.