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Über mittelalterliche Bibliotheken
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278 Mustercataloye

mit seinen Abdrücken ganz willkürlich verfuhr. Zweitens: Eine solcheWiedergabe hat wenig Berechtigung; der Kreis der Interessenten istin einem solchen Falle ein sehr enger. Ganz anders, wenn jedem ver-öffentlichten Catalog der Nachweis beigegeben wird, was mit dendaselbst genannten Werken geschehen ist, ob sie heute erhalten oderverschollen sind. Dieser Art uud Weise der Publication wird nichtallein der Philologe, sondern auch der Historiker, Litterar- und Cultur-historiker, Palaeograph und Bibliophile Dank wissen. Je mehr Strahlensich in einem Punkte vereinen, desto bedeutender ist das Licht, daswieder von ihm ausgeht.

So bearbeitet sind nur No. 22 Coenobium S. Galli, saec. IX,No. 23 J. 841—72, No. 24 alle aus Weidmanns Gesch. d. Bibl. v.S. Gallen 1841; No. 59 Chartres nach L. Merlet, Bibl. de l'Ecole desChartes Serie 3 T. V (1854) pg. 265—70; No. 69 Monasterium Sca-phusianum 1083—1096, aus Quellen u. Forsch, z. Schweiz. Gesch.Basel 1883. III. 142—45 (vgl. auch das bekannte Buch von Boos, DieHss. der Ministerial-Bibl. zu Schaffhansen, 1877.); No. 126 EcclesiaDunelmensis, 1195, nach Botfields Druck, wo uns die Notiz: libri aste-risco notati hodie extant, hierüber belehrt 1 ); No. 136 Corbeia ca. 1200,nach Delisle Bibl. de l'Ecole des Chartes Serie 5 T. I (1860). Wodieser, freilich sehr mühselige Nachweis nicht gegeben wurde, warwenigstens die Geschichte der Bibliothek im Kurzen zu geben (vgl.Gust. Hänels Catalogi librorum manuscriptorum, Lipsiae 1830. 4°.) oderanzudeuten, wo die Hss. am ehesten zu suchen seien. Handelt es sichblos darum, die Cataloge schlechtweg zu drucken, dann kann garmancher seine Schreiblade umstürzen und der Stoff wird sich finden.Zum Beweise hier nur Einiges.

Bücher Aethelstans. saec X.

This fyndon dhea bec. the aetheftanel' waeran. de natura rerum J

minorem.

perfius. de arte metrica. donatum Excerptiones de metrica | arte. Apo-calipfin. donatum maiorem. alchninum. Glosfam | füper catonem. li-

quc fic incipit

bellum de grammatica arte, terra que_ pari'. | Sedulium ||||||||||||7 .i. gerim.Thaes alfpoldef preoftes | Gloffa fuper donatum. dialogorum. 2 )

Quelle: British Museum; Cotton. Domit. A. I, fol. So 11 . 3 )

addidit manus Gruteri, ut videtur, sequeutia: „Hos (libros) iam pridem datosMelissus in Cancellariam misit anno 1600, die 20. Sept."

') Die Signaturen selbst aber sind bei Becker fortgelassen.

2 ) Diesen Worten geht unmittelbar voraus das bei Cockayne, Leech-doms Wortcunning and Starcraft of early England. Vol. I, pg. 383 gedruckteRecept. [= SS. Eer. Britt. No. 35, L]

*) Der Codex besteht aus vier verschiedenen Stücken.

a) fol. 2-39 (-|- unnum. BL, welches zum vorausgeh. Quat. gehört)saec. X. Isidor, De natura rerum; gewöhnl. Minuskel, aber speciell gefärbt;Vieles interessant.

b) fol. 40—55 angelsächs. Schrift. Enthält 1) einen Tractat der be-ginnt: Incipit •{• inchoat. vel initium sumit. Institutio - i- | eruditio. vel.