Druckschrift 
2 (1823)
Entstehung
Seite
316
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Da nun ferner bei den früher» Untersuchungen desHauyn, sowohl Vauquelin als auch Gmelineinen hydrothionsauren Gehalt angeben, und ich auchbei den vorläufigen Versuchen, wie ich oben angegeben,eine geringe Andeutung desselben bemerkt hatte, undGmelin in seiner Abhandlung den Wasserstoffge-halt und Verlust auf 3,45 angiebt, welches schoneine bedeutende Menge ist, so beabsichtigte ich denwirklichen Gehalt desselben durch gewonnenes Schwefel-blei zu bestimmen, und stellte daher folgenden Versuch an:

Es wurden 25 Gran des fein zerriebenen Hauyn ineine tubulirte Retorte gebracht, die mit einer Mittelflaschein Verbindung gesetzt war, in welche der Hals der Retortereichte, und die mit kochendem Wasser gefüllt war. An dieseMtttelflasche war wieder «ine schenkelförmige Glasröhreangebracht, die bis auf den Boden des vorgelegten Cy-linders reichte, in dem sich eine schwache Auflösung vonessigsaurem Blei befand.

Nachdem viese Vorrichtung luftdicht zusammenge-setzt war, wurde auf den in der Retorte befindlichenHauyn, der vorher mit etwas Wasser aufgeschütteltworden war, eiue hinreichende Menge Salzsäure gegos-sen, und der Tubulus augenblicklich luftdicht verschlos-sen. Bei der nunmehr angebrachten Wärme erfolgtebald eine Luftblasen - Entwickelung , und obgleich dieSalzsäure bis zum stärksten Kochen gebracht wurde,so fällte sich doch kein Schwefelblei aus der vorgeschla-genen essigsauren Bleiauflösung; sie blieb vielmehrvollkommen klar; auch war durch den Geruch durchauskein Schwefel - Wasserstoffgas zu bemerken, und in demin der Mittelflasche befindlichen Wasser konnten dieseGase sich nicht aufhalten, da es kochend war.