Druckschrift 
2 (1823)
Entstehung
Seite
297
Einzelbild herunterladen
 

297

Die erhaltene wenig gelbe Flüssigkeit wurde hieraufmit verdünnter Schwefelsäure so lange übergoffen, alssich noch ein Niederschlag von schwefelsaurem Baryt abson-derte, von welchem die Flüssigkeit gehörig getrennt undum die pradominirende Säure davon zu befreien zurTrockne abgedampft, und wiederum in Wasser aufgelöst9 Gran Gyps zurückließ.

Die hierbei erhaltene Flüssigkeit, welche die Alaun-erde und das Eisenoxyd»! aufgelöst, enrhielt, wurdemit Aetzammonium übergoffen, um dadurch selbige aus-zuscheiden. Der erhaltene Niederschlag vollkommen aus-gesüßt, und sämmtliche erhaltene Flüssigkeiten zur Trockneeingedampft, das erhaltene Salz in einem Platintkegeldurch gelindes Glühen verflüchtigt, hinterließ eine ge-flossene emailleartige weiße Salzmaffe, die in Wasseraufgelöst, einen geringen weißen Rückstand absetzte, derKieselerde war. Die Flüssigkeit wurde abgegossen, zumKochen gebracht, und mit kohlensaurem Ammoniumversetzt. Sie blieb wafferhell, weshalb sie in einen ge-wogenen Platintiegel gelinde abgedampft, das erhalteneSalz sodann geglüht, eine geschmolzene Salzmasse hin-tcrließ, die 10 ^ Gran betrug. Diese Salzmaffe löstesich in Wasser vollkommen auf, und bei der Behand-lung mit weinstcinsaurer und essigsaurer Bleiauflösungnnd salpetersaurer Silberauflösung gab sie sich alseine Verbindung von schwefelsaurem Kali mit einergcringern Menge Salzsäure zu erkennen.

Um nun die Mischungsverhältnisse dieser schwefel-und salzsauren Kali-Verbindung näher bestimmen zu kön-nen , wurden 1000 Gran Alaun erde vollständig ver-glimmt, und der braune Rückstand, der 661 Gran wog,mit 3000 Gran salpetersaurem Baryt fein gerieben, aufs