Druckschrift 
2 (1823)
Entstehung
Seite
264
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ganisirter Gebilde dar, aber sie erscheint hier bei weitemnicht in dem reinen, Hellen Lichte, wie dort (in den Gän-gen nämlich). Hier herrscht immer die Tendenz derVereinigung vor: die verschiedenartigen Körper erschei-nen gewöhnlich in engerer Verbindung, ja ost so innigverschmolzen, daß kaum d-r eine von dem andern zuunterscheiden ist. Dagegen regiert in den Gängen dieTendern der Sonderung. So wie die Gesammtmassedes Ganges in Form und Substanz unabhängig vonder sie umgebenden ist, eben so erscheinen seine ein-zelnen Theile vollkommen individualisirt, und greiftauch einmal der eine Körper in das Gebiet des an-deren ein, so ist doch gemeiniglich selbst dieses Ein-gleisen mit Bestimmtheit zu verfolgen. Auf den Gän-gen zeigt sich die unorganisirte Natur auch in ihrenvollkommensten Bildungen, denn die Gange sind dieGeburtsstatten der mannigfaltigsten und schönsten Kri-stallisationen. Wen* in großen Gebirgsmaffen die Kry-stallisationökräfte nur die Struktur des Ganzen zu be-herrschen vermochten, oft aber doch anderen entgegen-wirkenden Kräften unterliegen mußten, und nur seltendie Ausbildung der verschiedenartige» Körper vollendenkonnten, so gelang es ihnen dagegen in den Gängenoft, vollkommen frei und ungestört zu wirken und Kör-per darzustellen, deren äußere regelmäßige Bildung denbestimmten Proportionen ihrer Mischung entspricht." Soweit Herr Hausmann. -Diesen so gründlichen und denBeobachtungen der Natur so gemäßen Behauptungenkönnte man doch manche an Krystallcn verschiedener Artsehr reiche Lager, z. B. die Zinnwalder, entgegensetzen,und um ihre Geltung zu beschranken, so manche Ge-dirgsart nennen, die sehr vollkommene Krystalle und