Roßdorf, und von hier wieder bis Dieburger-MarkWaldung allenthalben anstehend, auch durchSceinbruchs-bau an vielen Stellen entblößt. — Es ist dieses Trapp-gestein fast der einzige Mauerstein der Gegend; die mas- .siven Gebäude der Residenzstadt Darmstadt sind ausihm erbaut, und die festeren Stücke desselben werdenzum Straßcnpflaster der Residenz angewendet, wozu esfreilich weniger taugt als zu Mauern, in welchen es mitdem Mörtel sehr gut bindet. — Bei den drei Brunnenöstlich vonDarmstadt ist der wichtigste Stembruchsbauauf diesem Gesteine in dasiger Gegend im Umgänge, we-niger befindet sich jedoch auch noch am Bußenbergeund heiligen Kreutzberge rechts und links an derStraße von Darmstadt nach Dieburg. An diesenentblößten Punkten hakten wir Gelegenheit unsere Beob-achtungen anzustellcn.
Mit den Grnnstcingebilden des B essu n ge r Wal-des hangt daS Mandelsteingebirge nahe zusammen. DerMandelstein und Grünstem ist hier petrographisch untereinander verwandt. Basalt wird hier nirgends in unmit-telbarer Berührung mit diesem Mandelsieine getroffen,und daher darf mit Klipstein der hiesige MandelsteinNicht für basaltisch angesprochen werden; hierzu kommtnoch, daß Gangtrümmer von Notheisenstein, Kalkspath,und SchwerParh in diesem Gesteine aufsttzeu: ein Ver-,halten, welches der basaltische Mandelstein noch nicht ge-zeigt hat. Die Hauptmasse des D a rmstä d ti schenMandelsteins besteht aus Felüspath und Hornblende inganz feinkörnigem Gefüge. — Nnr mit bewaffnetemAuge läßt sich dieß deutlich sehen, bisweilen wird dieseMasse aber auch homogen, und ist dann grünlich undrbtblichblau fast Lavendelblau, wie das sächsische Stein-mark, gefärbt.