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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
Entstehung
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III. Die Erzeugnisse der Batitisclilereiund Parquetenfabrikation.

Da die Ausstellungs-Commissionen fast aller grösseren Länderdas Holzmaterial für ihre Annexbauten, vorzugsweise für die Com-missionshäuser, in der Heimath hatten zurichten und in Wien nur zu-sammenstellen lassen, waren auch fast alle Länder als Aussteller vonBautischlerarbeiten bedeutend vertreten. Im engeren Sinne hattenjedoch ausser Oesterreich-Ungarn nur Deutschland und SkandinavienBautischlerarheiten, einzelne Länder auch Parqueten ausgestellt.

Die bedeutendsten Leistungen waren diejenigen Schwedens undNorwegens. Der grosse Holzhandel des Landes, über welchen dieStatistischenMittheilungen von Dr.Elis Sidenbladh (Stockholm 1873)Ausführliches beibringen, hat endlich dahin geführt, die Waldes-producte in veredelterer Gestalt denn als Balken oder Bretter zuversenden. Zu diesem Ende sind in neuerer Zeit sogenannte mecha-nische Tischlereifabriken von grossartigem Umfang in Betrieb gesetzt.Drei dieser Fabriken befinden sich in Stockholm, zwei in Göteborg,eine in Uddevalla, eine in Sandarna unweit Söderhamn. Die Arbeitenin denselben umfassen ausser der Anfertigung von Thüren, Fenstern,Kehlleisten u. s. w. auch die Herstellung vollständiger zerlegbarerHäuser. Die Gründung mehrerer ähnlichen Fabriken wird nicht aus-bleiben, denn schon gehen einige der grösseren Sägewerke, unter An-derem diejenigen bei Sundsvall, Skutskär im nördlichen Uppland, beiTrollhättan bis zum Hobeln der Bretter. Die grösste Ausfuhr anbearbeiteten Holzwaaren ist bisher von Göteborg ausgegangen. IhrWerth schwankt zwischen 700 000 und 800 000 Riksdaler. Imlahrel871betrug diese Ausfuhr für 430 000 Riksdaler Tischlerarbeiten und für281 000 Riksdaler Holzarbeiten gröberer Art, als Handspaken oderdergleichen. Von dem Gesammtbetrage von 711000 Riksdaler bezog