Section IV. Waaren aus anderen Metallen etc.
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Joh. Stroblberger in München, dessen Waffen seinen Namender dritten Section eingereiht haben, brachte auch gute silberplattirtePferdegeschirre, ebensolche und andere Reit- und Fahrrequisiten auchH. A. Köhler’s Söhne in Altenburg. Andere Aussteller mit diesenArtikeln, welche auch in Messing, Stahl und Eisen ausgeführte brach-ten, sind Wintzen, Stehmann & Welke in Iserlohn und Schmöle& Co. in Menden bei Iserlohn.
Unbestritten nimmt Oesterreich auf diesem Gebiet eine sehr hoheStellung ein. Der Umfang seiner Neusilberfabrikation ist sehr bedeu-tend, die Zahl der einzelnen Etablissements eine grosse und die Pro-ducte technisch fast immer, formell bei einzelnen ebenfalls recht gut.
Eine der grossartigsten Fabriken in Neusilber und Neusilber-waaren ist die Berndorfer Metallwaarenfabrik von Schöller & Co.in Berndorf, Niederösterreich, welche im Hauptgang der öster-reichischen Abtheilung ihre höchst interessante riesige Ausstellungetablirt hatte. Ihre Rohmaterialen, Blech, Draht und Guss, sind aus-gezeichnet und scheint demnach die Technik der Fabrik eine vollendetezu sein, doch lassen die Formen der in der Rotunde ausgestelltenWaaren sehr viel zu wünschen übrig und zeigen wenig Streben,gesclnnackveredelnd auf das Publicum zu wirken. In dieser Beziehunglobenswerth zeigten sich die auch technisch gelungenen Arbeiten vonConraetz & Reuter, J. L. Hermann, W. Bachmann & Co.,R. E. Lackner, G. Simon, alle in Wien. Fast ein wenig über dieGrenzen der Technik hinaus ist Hermann mit seinem Tafelaufsatz„Dornröschen“ gegangen, indem so reicher figürlicher Schmuck schondas Gebiet der reinen Plastik betritt. Wir sehen hier eine bereits festgegründete Industrie, welche bei dem stetig wirkenden Beispiel an-derer Zweige der Metallverarbeitung, die sich mehr und mehr diekünstlerischen Grundsätze für Formbildung und Verzierung ihrerProducte zu eigen machen, nicht mehr lange anstehen wird, erfolgreichdem Besten Concurrenz zu machen, was vom Auslande geleistet wird.Dieser hochentwickelte Zweig ist keiner der unwichtigsten an demmächtig herangewachsenen Baume, mit welchem wir OesterreichsMetallindustrie vergleichen möchten, fest und unerschütterlich in demMetallreichthume des Bodens angewurzelt und immer bereite Nahrungaus ihm empfangend, seine vielverzweigte Krone segenbringend überalle Theile des Reiches ausbreitend.
Lackirte und unlackirte Arbeiten aus Blech von Zink,
Eisen, Messing, zu sehr verschiedenen Zwecken, wollen wir als Klempner-waaren (Blechner-, Flaschnerarbeiten, auch Spenglerwaaren genannt)hier zusammenfassen.
Besonders sind es Vogelkäfige, Thee- und Kaffeebretter, Zuckerdosen,
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