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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
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Gruppe VII. Metall - Industrie.

allgemeinen Anwendung derselben hindernd im Wege. Bis jetzthat man bloss die beiden ersten Wagenclassen damit zu heizenversucht. Die Direction der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahnbrachte einen mit Kohlenheizung versehenen Waggon zur Ausstellung.Von Joh. Haag in Augsburg wurde vor mehreren Jahren die Dampf-heizung als Centralheizung für Eisenbahnwagen zur Ausführung ge-bracht und inzwischen auf zahlreichen Bahnen versuchsweise einge-führt; beispielsweise waren Anfang 1873 in Bayern 736, in Baden 54Waggons mit dieser Heizung versehen. Hierbei laufen unter den Sitz-bänken Dampfröhren, die mit einem gemeinsamen aussen befindlichenRohre in Verbindung stehen, beim Zusammenkuppeln zweier Wagenwerden die letzteren Rohre zugleich mit einander verbunden. DerDampf wird entweder von dem Locomotiv abgegeben (die Dampfspan-nung dann durch einen Regulator vermindert) oder, wie zumeist-, in einembesonderen in einem Packwagen stehenden senkrechten Röhrenkessel er-zeugt. Die Anlage ist etwas kostspielig, verursacht aber sehr wenig Um-stände in der Bedienung und nur geringen Aufwand im Betrieb. Die Hei-zung der Wagen ist sehr gleichförmig, bei nicht kaltem Wetter oft etwas zustark. Haag hatte seine Dampfheizungseinrichtung in Wien zur An-schauung gebracht. Weibel, Br iquet&Co. in Genf haben endlich eineWasserheizung für Waggons gebaut, von der die Ausstellung Kennt-niss gab. Hierbei wird am einen Wagenende ein niedriges Wasseröfebenangebracht mit Feuerschacht in der Mitte, etwa von der Einrichtungdes oben beschriebenen vonGirandeau & Jalibert. Von dem Schei-tel des Oefchens erhebt sich ein Rohr bis zum Wagendach, um, in dieeinzelnen Coupes sich verzweigend, in den Winkeln uiederzugehen unddann in die Bodenfläche des Wasseröfcliens zurückzulaufen. Damitdas Wasser bei Frost in der Leitung nicht gefriere, ist dasselbe mitGlycerin gemischt. Ueber die Wirkung einer derartigen Heizung hatman bis jetzt noch nichts vernommen.

III. Kochherd e.

. Das früher gebräuchliche offene Herdfeuer mit seiner Brennstoff-vergeudung und dem darüber befindlichen grossen geschwärzten Rauch-fang zur Ableitung der Verbrennungsgase und der Kochdünste ist inden Städten gegenwärtig fast zur Mythe geworden, es wird wohl nurnoch auf dem Lande vorgefunden, wo der technische Fortschritt über-haupt langsam sich verbreitet. Die geschlossenen Herde mit ihrerinneren Feuerung haben das Kochgeschäft um Vieles bequemer, be-haglicher, sicherer und insbesondere ökonomischer gemacht. SeitAnfang des vorigen Jahrzehnts ist nun auch der Bau der geschlossenenHerde in eine Umwandlung gekommen, im Hinblick auf Verfertiger,