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Gruppe VII. Metall-Industrie.
grösseren Hilfsmitteln ausgerüstete Firmen begannen in richtigem Ver-ständnis des Zeitbedürfnisses in den vierziger und fünfziger Jahrendie Fabrikation von Goldwaaren in 14karatiger Legirung zum Gross-betrieb auszubilden und mit Berücksichtigung aller Fortschritte derTechnik zu entwickeln, so dass diese heutige Industrie mit der frühe-ren, total erloschenen, nichts mehr gemein hat.
Die früheren Meister sind in die Fabriken übergegangen undstehen sich dabei natürlich besser. 1861 ergab eine Erhebung 6 Fa-briken mit 550 Arbeitern und einige kleinere Werkstätten mit circa150 Arbeitern für die Fabrikation von Goldwaaren, 8 Fabriken mit240 Arbeitern für Silberwaarenerzeugung. Dazu kommen noch 97Meister mit 165 Gehilfen, welche nur im Kleinen, handwerksmässig,arbeiten, ferner 12 Graveure mit 10 Gehilfen und einige Steinschneider.
Im Jahre 1865 hatte das Städtchen 7000 Einwohner und zähltebereits 19 Fabriken, 6 Handlungen mit Bijouteriewaaren, 2 Filigran-fabriken, 6 Silberwaarenfabriken, 2 Graveure und 1 Fabrik für Gal-vanoplastik. Im Jahre 1872 finden wir bei 9000 Einwohnern 44 Fa-briken und 13 Handlungen in Goldarbeiten, 11 Graveure, 11 Silber-waarenfabriken, 3 Guillocheure, 2 Emailleure, 3 Stein- und Glasschleifer,2 Juweliere, 1 Filigranarbeiter, 1 Estamperie, 1 Scheidanstalt und 2Fabriken für Galvanoplastik.
Fassen wir das in Vorstehendem Enthaltene noch einmal kurz zu-sammen, so sehen wir in einzelnen Ländern die jetzige Technik derGold- und Silberverarbeitung mit der Reproducirung antiker Vorbilderbeschäftigt, in anderen dagegen ohne solche Anlehnung, ich möchte fastsagen „wildwachsend“ sich entwickeln, vorwiegend im Geiste unseresMaschinenzeitalters. Erst seit kurzer Zeit bemüht man sich, dieserentwickelten Technik die unentbehrliche künstlerische Schulung undFührung zu geben.
Beginnen wir nun in Gedanken einen Gang durch den Industrie-palast und betrachten wir die Erzeugnisse unseres Kunstgewerbes,wie sie sich in der Folge von Westen nach Osten dem Auge darbieten.Wir werden dabei fast durchweg das Bestreben sehen, hohe technischeVollendung mit künstlerisch richtiger, geschmackvoller Form zu ver-binden. Einige Aussteller gehen darin als leuchtendes Beispiel voran,während andere oft in bedenklicher Weise Zurückbleiben.
England. Wer vergässe den wahrhaft blendenden Anblick, welchendie englische Abtheilung gleich beim Eintritt durch das Westportaluns bietet. Elkington&Co., Hancocks&Co. und Franchi&Co.in nächster Nähe bei einander berauschen förmlich durch Reichthum,Fülle und Glanz des Dargebotenen. Erstere Firma, auch räumlich ambedeutendsten vertreten, muss wiederum auch in Wien wie schon 1867in Paris als eine der ersten der Welt bezeichnet werden. Ihre Pro-