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Bd. 3, Abt. 2 (1874)
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Gruppe XVI. Heereswesen.

keit schon erprobt und sie sind in fortschreitender Entwickelung, beikräftiger Förderung ihrer Organisation Seitens des Staates, entschiedenberufen, zum Triumphe der Alles versöhnenden Menschenliebe, dieunvermeidlichen Uebel des Krieges bis zur Grenze der Möglichkeit zulindern.

X. Verschiedenes.

Eine bunte Musterkarte bot die letzte Abtheilung der Section.Gegenstände zum Haus- und Wirthschaftswesen gehörend, zur Militair-sanität nur in loser Beziehung stehend, gruppirten sich neben solchenObjecten des Iieilgebietes, welche, ihrer Wichtigkeit oder der Vorzüglich-keit ihrer Ausführung wegen, die Aufmerksamkeit des Arztes in ho-hem Grade in Anspruch nahmen.

Obenan zu stellen sind von diesen letzteren die lehrreichen Samm-lungen des Prof. Dr. Billroth und des Dr. Beigel (Wien), die erstere:Beispiele von Wirkungen des Chassepot- und des Zündnadel-gewehrgeschosses auf Knochen; die andere: solche in Functiongewesene Projectile und Projectilstücke vorführend, beide ausdem Kriege .1870 bis 1871 stammend. Gleichen Werth besassen diechirurgischen Präparate und Abbildungen des Regiments-arztes Dr. Neudörfer.

Ein Apparat von Superchi (Foggia), um die Brustweiten ge-nau zu messen, möchte wohl angethan sein, eine Lücke in den ärzt-lichen Hilfsmitteln auszufüllen und bei dem Recrutenaushebungs-geschäfte etc. gute Dienste leisten können.

Für das Rettungswesen zur See hatte das französischeMinisterium der öffentlichen Arbeiten, welches diesem wich-tigen Gebiete unausgesetzte Fürsorge widmet, einen neuen Pfeil-apparat mit Tau, nach System Delvique, eingesendet, der sichvortheilhaft erzeigt haben soll.

Einen Artikel, geeignet für Benutzung in Feldapotheken etc.,brachte Masson (Paris) unter seinen vorzüglichen comprimirten Ge-müsen und Conserven, nämlich: comprimirte Arzneikräuter(Thee). Da solche Heilstoffe in grösseren Quantitäten mitgeführtwerden, so wäre die durch -Comprimirung zu erreichende Raum-ersparniss wohl zu beachten.

Recht praktisch erschienen die Vorschläge Hirschberg’s fürBekleidung und Ausrüstung freiwilliger S anitäts mann-schaften, welchevon dembayerischen Landeshilfsverein accep-tirt und an einer lebensgrossen Figur dargestellt worden waren. DasProject fasst es auch ins Auge, ein solches freiwilliges Sanitätscorpsschon in Friedenszeiten zu organisiren und derartig auszubilden, dasses im Kriegsfälle mit der Behandlung der Transportwagen, der Trag-