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Section II. Allgemeine Bewaffnung etc.
Die in Vollführung begriffenen, besonders vom OberwerkführerSpittalske angegebenen Verbesserungen waren an dem neuenInfanteriegewehr, Modell 1873, zu sehen. Die eingetretenenAbänderungen umfassen vorzugsweise den Verschlussmechanismus unddas Schloss, um deren Sicherheit undFunctioniren zu befördern, habenaber auch die Verminderung des Gewichtes der Waffe im Auge. DasVerschlussgehäuse besitzt jetzt einen bedeutend kürzeren Schweiftheilals früher, da die Verschlussfeder in Wegfall gekommen. Der Cylindererhielt durch Auskehlungen eine grössere Leichtigkeit; seine Patronen-,rinne ist, um das Einlegen der Munition bequemer zu machen, flachergeworden; er dreht sich nicht mehr mit der Achse, sondern um diese,welche durch die Stossplatte rechtwinkelig hindurchreichend an dasGehäuse geschraubt ist.
Die Stelle der glatten Verschlussfeder vertritt eine im Wellen-cylinder senkrecht zur Achse gestellte kleine Spiralfeder. Bei demSchlosse ist der Hahn jetzt innerhalb des Schlossbleches angebrachtworden; an seinem unteren Theile, der die Nussrasten führt, ist dasKettenglied befestigt. Die Einführung einer besonderen Stangenfederund die gut abgewogenen Verhältnisse der einzelnen Schlosstheile er-leichtern den Abzug ungemein.
Die Einfachheit und Dauerhaftigkeit des Mechanismus hat durchdiese Modificationen erheblich gewonnen. Es sollen bei einem Versuchemit der neuen Waffe 1000 Schüsse mit Patronen, die im Wasser ge-legen hatten, abgegeben worden sein, ohne dass ein Versagen vorge-kommen war. Die neue Visireinrichtung ist bis auf 1500 Schritt be-messen.
Eine interessante Waffe war ferner:
Das Repetirgewehr (Modell 1871) nach der Construction desGewehrfabrikanten F r uhwirth, für die Bewaffnung der Gensdarmen be-stimmt. Sein Verschluss ähnelt dem des russischen Berdan-Gewehres;sonst erinnert es auch an den Vetterli - Mechanismus, hat jedoch nocheine besondere Vorrichtung, um ausser Thätigkeit gesetzt werdenzu können, die bei dem Schweizer Gewehre wieder abgestellt wurde,weil sie bei der Handhabung der Waffe störte. Diese Vorkehrung be-ruht darauf, dass vermittelst Vorbewegung eines Schiebers am Repe-tirhebel der beim Oeffnen des Verschlusses gehobene Patronenzubringerbeim Schliessen nicht mehr herabgedrückt wird, also ausser Wirksam-keit tritt. Das Magazin, eine messingene unter dem Laufe angebrachteRöhre, ist zur Aufnahme von sechs Patronen eingerichtet, es kann dasGewehr daher im Ganzen acht Patronen fassen, wenn Lauf und Zubrin-ger noch mit je einer versehen werden. Das Einlegen dieser Patronensoll in 12 Secunden, das Abfeuern derselben in 16 Secunden erfolgenkönnen.
Fruliwirth’s Repetirgewehr ist nur 3 Kg schwer, also erheblich