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1 (1866)
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welches er selbst eine neue Art von Strafe festgesetzt hatte. Doch blieber nicht lange im Besitz des begehrten Gutes. Denn auf die schnellverbreitete Nachricht von den Vorfällen szu Roms wurde SeptimiusSeverus, der gerade damals als Statthalter von Syrien') in den ent-ferntesten Gegenden Krieg führte, zum Kaiser gewählt und besiegte denJulianus in der Nähe der mulvischen Brücke^); und dieser wurde vonden ihm aus der Flucht nachgeschickten Verfolgern im Palaste zu Romgetödtet.

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20. Septimius Severus.

Septimius also, aufgeregt von Haß, Schmerz und Zorn über dieErmordung des Pertinax und die übrigen Schaudthaten, verabschiedetesofort die Prätorianercohorten, ließ alle Glieder der Gegenpartei hin-richten und den HelviuS durch einen Senatsbeschluß unter die Götterversetzen; den Namen, die Schriften und Handlungen des SalviuSaber befahl er der Vergessenheit zu übergeben, das Einzige, was ernicht zu bewirken vermochte. (2.) So viel llermag die Gunst, in derdie Wissenschasten stehen, daß selbst das schlechte Leben von Schrift-stellern ihrem fortdauernden Andenken nicht im Wege steht und daßselbst die Ermordung eines solchen ihm selbst Ruhm, ihren Urhebernaber Verwünschungen bringt. (4.) Alle nämlich, besonders aber dieNachkommen, urtheilen so, daß dergleichen Talente nicht anders alsdurch einen Raub am Publikum und aus Verrücktheit der Vergessen-heit hätten geweiht werden können. (5.) Dich muß denn allenrechtschaffenen Männern und auch mir größere Zuversicht verleihen,der ich, auf dem Lande geboren und der Sohn eines geringen undwenig gebildeten Mannes, mein Leben bis jetzt durch so edle wissen-schaftliche Beschäftigungen zu einem geachteten zu machen gewußt habe.(6.) Ich betrachte es nämlich als etwas unserm Volke Eigenthümliches,daß es durch eine gewisse Fügung des Schicksals zwar wenig srucht-

>) Ein neuer Jrrthum. Severus war allen andern Nachrichten zufolge da-mals Statthalter von Pannonien; gleichzeitiger Statthalter von Syrien und Aegyp-ten war vielmehr sein nachmaliger Gggner Pescennius Niger.

Ueber die Tiber, etwas nördlich von Rom, an der Ria Flaminia; jetzt Ponte

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