Druckschrift 
4 (1826)
Entstehung
Seite
343
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Das Wasser des Beckens war sehr trübe und von Ei-senoxyd roth gefärbt. Die Temperatur desselben war-s- 11° bei 1Z° Lufttemperatur. Etwas davon wurdefiltrirt, und mit folgenden Reagentien geprüft: Lack-mus wurde stark geröthet; blausaures Eisenkali bewirktesogleich starke blaue Färbung; salpctersaures Siberorydund salzsaurer Baryt brachten gar keine Veränderung,und saucrkleesaures Kali eine kaum merkbare Trübunghervor. Schon aus dieser Untersuchung, nach welcberdas Wasser blos Kohlensäure, Eiscnoryd und eineSpur von Kalk enthält, konnte der Schluß gezogenwerden, daß dasselbe keineswegs Quellwaffer, sondern,wie Delamorre richtig bemerkt hat, Rcgenwassersey.

Um uns aber vollkommen von der eigentlichen Her-kunft des Wassers zu überzeugen, zogen wir einen klei-nen Graben zur Ableitung desselben und da wir damitdas Becken doch nicht völlig austrocknen konnten, soschöpften wir noch den Rest mit Gläsern aus. NeuesWasser trat nun nicht mehr in das Becken, und daherhörte auch die Erscheinung des Blasenwerfens und dasdavon herrührcndc Getöse auf. Das Kohlensäurcgaskam aber aus mehreren Spalten der von Eisenoxydziemlich rothgcfärbtcn Grauwacke, welche das Beckenbildete, hervor. Besonders strömte cs aus einer klei-nen senkrechten Kluft mit einer solchen Heftigkeit her-aus, daß man an der Hand die nämliche Empfindung

Rusen, Dd. II. S. I5ü. Brcislak phys. u. lilholog.Reisen durch Campanien, übersetze oon Rcuß. B. I.S. 16 Z. und Monticelli u. Covelli, der Vesuv,deutsch bearbeitet von Noggerarh u. Pauls. S. 197.