Druckschrift 
4 (1826)
Entstehung
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Hinsicht also keine Ansprüche zu verthcidigcn, und nurdes Anspruchs an ein natürliches gesundes Urtheil möchteich mich ungern begeben. Aber die Resultate desselbendarum wegen irgend einer noch so gefeierten philoso-phischen Ansicht aufzugeben ich gestehe cs gernedas liegt nicht in mir.

Diese meine Denkweise ist sehr durch das genährtworden, was ich zufällig von den philosophischen Syste-men in unserer Zeit vernommen habe. Ich kann sie so-gar durch das Urtheil eines Mannes rechl fertigen, derselbst Philosoph ist, und da er eine Encyclopedie derPhilosophie geschrieben hat, mit dem Gange der Mei-nungen anderer vertrauter seyn muß. Nach den Gött.gelehrten Anzeigen hoffe nämlich Herr Schulze, daßwir wohl endlich ein haltbares philosophisches Systemerhalten würden, weil die Naturlchre so herrliche Fort-schritte gemacht habe. Diese so ausgezeichneten Fort-schritte sind offenbar der gerechteste Stolz unsererZeit. Sollen wir sie Systemen aufopfern, die so zer-brechlich sind?

So meine ich denn auch, fest an meiner Ansichthalten zu müssen weil es mir dabei der eigentlichenGrundlage der Geologie zu gelten scheint. Diese Wis-senschaft beruht, so weit sie die Lagerung der Gebirgs-arten lehrt, blos auf Erfahrung, und aus der daraushervorgehenden Unterstellung, daß diese Gebirgsarten nachund nach gebildet und von verschiedenem Alter sind. Obdie Stoffe, warauS diese Gebirgsarten zusammengesetztsind, ewig da waren, erschaffen oder später aus andernentstanden sind, ist kein Gegenstand der Geologie. Obi-ge Voraussetzung ist aber von jeher die gemeinschaftlicheMeinung aller Geologen gewesen, und sie dachten sich