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Gruppe III. Chemische Industrie.
Gold kommt ausser in Quarzgängen in den krystallinischen Schiefernund in Dioriten vor.
Neusüdwales. Das Gold tritt in Neusüdwales 1 ) in Quarz-gängen auf, welche im Granit und im Schiefer Vorkommen; dasmeiste Gold wird durch Waschen der Alluvionen gewonnen. Die Aus-beute 2 ) betrug 1872 392 186 Unzen (Werth 1 1 / 2 Million L). Die Haupt-masse (80 p. C. des Ganzen) liefern die westlichen Goldfelder, nament-lich Mudgee und Gulgong, Tambaroora, Grenfell und Currajong, welche2 / 3 des Ganzen geben; von den südlichen Goldfeldern (18 p. C. desGanzen) gaben Araluen 20 000, Adelong 17 000 Unzen; von den nörd-lichen Goldfeldern (reichlich 2 p. C. des Ganzen) liefern Nundle undArmidale die reichste Ausbeute. Miller fand in dem Gold ausNeusiid-wales durchschnittlich 5 p.C. Silber (Maximum 33 p. C, Minimum 1'5 p. C.),welche Menge jährlich 24 000 bis 36 000 Unzen Silber entspricht 3 ).Im Allgemeinen wird der Silbergehalt um so grösser, je weiter derFundort nach Norden liegt.
Südafrika. Im Lande der Maschona und in den zum Theil vonder Transvaalschen Republik beanspruchten Reiche Mosilikatse’s (zwi-schen Limpopo und Zambese, etwa 18 bis 20° südl. Br.) entdeckteMusch zahlreiche Goldfelder, Gold führende Quarz. Sie dehnen sich72 deutsche Meilen weit aus; die südlichsten am Tatinfluss geben diereichste Ausbeute 4 ).
E. Button 5 ) entdeckte im August 1871 in den Murchison-Bergen,Transvaalsche Republik, etwa 24° südl. Br., Goldquarz und Alluvialgold.
Wismuth.
C. Francke 6 ) fand in Bolivia, Provinz Chichas, in der Berg-gruppe, welche zu dem 19 000 Fuss hohen Chovolque gehört, antimon-haltiges Schwefelwismuth. Der wenig mächtige Gang liefert im Erz18 bis 20 p. C., im reinen Erz 40 p. C. Wismuth. Von Oruro istWismuthspath in grösserer Menge nach Freiberg geliefert worden.
Aus Mexico, aus der Nähe von Guanajuato, wird centnerweiseziemlich reiner Wismuthspath geliefert. Darunter vorkommende, häu-fige, bisher nicht bekannte Pseudomorphosen nach Scheelspath oderWulfenit lieferten nach Frenzei 7 ) 90 p. C. Wismuthoxyd. Mit ihnenzusammen kommen Blättchen Von reinem Zinn vor.
a ) Daubrde, Rapport 180. 2 ) Greffrath, Ztschr. d. Ges. f. Erdk. zu
Berlin XIII, 381, 1873. 8 ) Naumann’s Jahresber. Cliem. f. 1870, 1072
aus Chemical News. 4 ) Petermann’s Geogr. Mitth. 1868, 93, 1870, 16,mit Karte. 6 ) E. Button, ibid. 1872, 82; vergl. Cohen, Jahresber. Miner.1873, 511, 718. 6 ) Erancke, Berg- und Hüttenm. Ztg. 1867, 336. 7 ) Fren-
zei, Jahrb. Miner. 1873, 801, 946. Ibid. 1874, 686.