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Gruppe III. Chemische Industrie.
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England. Die Production des Kupfers ist in England bedeutenddadurch gestiegen, dass die Rückstände von spanischen Pyriten (nament-lich aus der Provinz Huelva und der Sierra von Tharsis) auf Kupferverarbeitet werden. In den Eabrikdistricten am Tyne betrug dieseKupferproduction 1869 etwa 82 000 Ctr. Nach E. Kopp 1 ) werdenjährlich nach England 265 000 Tons kupferhaltige Pyrite aus Spa-nien, Portugal und Norwegen eingeführt und von den 16 000 jährlichin England producirten Tons Kupfer sollen 7600 Tons aus kupfer-haltigen Kiesen gewonnen werden.
Wagner schlägt 1868 die Production des Kupfers in Europaund Amerika auf 1 800 000 Ctr. an, von denen ein grosser Theil ausuralischen, australischen und chilenischen Erzen gewonnen wird. Dienordamerikanischen Kupfererze stammen aus dem bekannten Vorkom-men am Lake Superior, ferner aus Californien, Arizona, Nevada, Colo-rado und Sonora. Die Gruben in Californien liegen vorzugsweise inoder um Copperopolis, Calaveras County; in Plumas, del Norte undLos Angelos County.
Die australischen Erze gehören namentlich Südaustralien an, aberauch Victoria und Neusüdwales liefern nicht unbedeutende Mengen Erz.
Zink.
Deutsches Reich. Nach von Dechen wurden im DeutschenReich 1870 1 279 508 Ctr. Zink gewonnen.
Italien. Im Gebiet von Oneta, Gorno und Premola, Provinz Ber-gamo, Lombardei, hat man in Kalken des Trias 0'72 bis 2'00 m mäch-tige Galmeilager aufgefunden. Der Galmei von Oneta ist sehr reinund weiss. Die Erze werden nach England exportirt 2 ). Die Galmei-lagerstätten Sardiniens, welche sich in mehr oder minder dolomitischemKalke des Silur finden, werden erst seit 1867 ausgebeutet. Mit demGalmei kömmt Weissbleierz und Bleiglanz oft zusammen vor. Das Gebietvon Iglesias ist das Centrum der Erzgewinnung. Sie betrug 1868 bis1869 782 279 Ctr 3).
Nordafrika. Zwei Galmeizüge, von Interesse wegen ihrer Ein-lagerung in den tieferen Schichten der Tertiärformation, finden sichnach M. Braun 4 ) in der Provinz Constantine. Die eine erzführendeZone Ain Safra (gelbe Quelle) findet sich in südlicher Richtung vonDje-
!) E. Kopp, Naumann’s Jalaresber. Chem. f. 1871, 986, aus Monit.scientif. 2 ) Bollettino del B. Comitato geologico d’Italia I, 266, 1870.8 ) Q. Bella, Sülle eondizioni dell’ industria mineraria nell’ isola di Sar-degna, 1871, in Ztschr. f. Berg-, Hütten-und Salinenwesen XX. 4 ) M. Braun,Ztschr. d. deutschen geol. Ges. XXIV, 35, 1872.