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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Ueber Silberextraction aus gerösteten Pyriten.

Silbers als Jodsilber enthält. Der Niederschlag wird gesammelt, mitKalk und Holzkohle reducirt und der gebildete Bleisilberregulus in dergewöhnliehen Weise abgetrieben.

Das Gesammtvolum der silberhaltigen Flüssigkeit lässt man als-dann in den Fällungsbottich übertreten. Nunmehr setzt man zu dieserFlüssigkeit, deren Volum und Silbergehalt genau bekannt ist, Jodzink-lösung in sehr geringem Ueberschuss hinzu, indem man jedes grössereUebermaass des Jodids auf das Sorgfältigste vermeidet, einmal derKosten wegen, dann aber auch weil sonst noch andere Metalle, Blei oderKupfer, ausfallen. Nach Zusatz des Jodids wird die Flüssigkeit um-gerührt und dem Niederschlag zum Ahsetzen 48 Stunden Zeit gegeben.

Die klare, entsilberte Lösung behandelt man nun, zur Abscheidungihres Kupfergehaltes, in gewöhnlicher Weise mit Eisenahfällen.

Dann wird der Niederschlag, der sich durch die Arbeit von etwaeinem Monat angesammelt hat, gewaschen und zwar erst mit Wasser,hierauf zur Entfernung des Kujrfers, mit verdünnter Chlorwasserstoffsäureund endlich im feuchten Zustande durch Zinkplatten zersetzt. Aufdiese Weise wird das Silber neben etwas Blei und Kupfer und einernicht unerheblichen Menge Goldes zu Metall reducirt und in diesemZustande den Silberscheidungsanstalten überlassen, während das Joddes ursprünglich angewandten Zinkjodids (oder des in erster Linie ver-brauchten Kaliumjodids) wieder in Zinkjodid zurückverwandelt wird,das man in unbeschränkter Weise immer wieder von Neuem benutzenkann.

Im Jahre 1871 wurden unter dem Directorat des Hrn. ArthurPhillips von der Lancaster Metal Extracting Company, Widnes, für3700 Pf. St. Silber und Gold extrahirt. Der Process ist seitdem un-unterbrochen fortgeführt worden. Da der Werth des verbrannten Py-rits von der geringen darin enthaltenen Silbermenge, die zwischen0'0023 und 0'0037 p. C. schwankt, völlig unabhängig ist, sind dieExtractionskosten die einzigen hier in Betracht kommenden.

Die Kosten für das verbrauchte Zink werden ausserdem noch durchden Gewinn an Blei zum Theil gedeckt.

Die Auszeichnungen für Silbererze auf der Wiener Weltausstel-lung, sowie für das Ausbringen des Metalles aus denselben, sind unterGruppe I,Bergbau und Hüttenwesen vermerkt. Vergl. auch dieAuszeichnungen füredle Metalle S. 1013 dieses Berichtes und fürchemische Präparate.

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