Zink und Cadmium.
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Cadmium.
Die Darstellung von Cadmium scheint in Deutschland fast ganzaufgegeben zu sein, wenigstens wird in den rheinisch-westfälischenHütten dieses Metall nicht mehr gewonnen. Nach Städler 1 ) wirdes in Belgien zu Engis aus dem Zinkstaub, welcher bei der Verhüt-tung gerösteter Blende erhalten wird, durch wiederholte Destillationdar gestellt. Man gewinnt daselbst jährlich 110 Kg Cadmium ersterQualität und je 50 Kg zweiter und dritter Qualität, entsprechend fiinf-undsiebenzig- und vierzigprocentigem reinen Cadmium. In ganzPreussen sollen nach derselben Quelle jährlich nur etwa 100 Kg Cad-mium dargestellt werden.
Abel 2 ) hat das Cadmium zu verschiedenenLegirungen empfohlen.Cadmiumamalgam wird von den Zahnärzten als Zahnkitt benutzt. (Vergl.S. 892.) Schwefelcadmium, welches in der Schering’schen Fabrik inBerlin dargestellt wird, ist zum Gelbfärben der Toilettenseifen empfohlenworden, und wird von diesem Etablissement in neuester Zeit sorgfältigmit Oel abgerieben als Schwefelcadmium en päte in den Handel ge-bracht 3 ).
Auszeichnungen für Zinkpräparate auf der Wiener Weltausstellung.
5 Verdienstmedaille.
Oesterreich.
Lakisch - Mönnich, Peterswalde lei [33] Zinkweiss.
Eugen Graf Mährisch- Ostrau
( Schlesien )
Löbbeck’sche ZINKWEISS- Niedzielislca [74] Zinkweiss.
Fabrik in Niebzielisica ( Galizien )
Anerkennungsdiplom.
Deutsches Deich.
Zinkweissfabrik , Los- Lossen (Schle- [ 280 ] Zinkfarben.sener sien, Preussen)
Die Auszeichnungen für Zink- und Cadmiumerze auf der WienerWeltausstellung, sowie für das Ausbringen der Metalle aus denselbensind unter Gruppe I „Bergbau und Hüttenwesen“ vermerkt. Vergl.auch die Auszeichnungen für „chemische Präparate“.
i) Städler, J. f. prakt. Chem. XCI, 359. Dingl. pol. J. CLXXIII, 286.
Berg- u. Hiittenmänn. Ztg. 1864, 368. Wagn. Jaliresber. 1864, 132. 2 ) Abel,
Oh ein. News 1871, Nr. 612, 86, Wagn. Jaliresber. 1871, 356, 1873, 396.Deutsche Industi'ieztg. 1871, 156. Dingl. pol. J. CCIX, 315.