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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Kupfer.

von Robert Hasenclever über Schwefelsäurefabrikation, S. 167dieses Berichts.) Perret 1 ) röstet in seinem Ofen gleichzeitig Erzein Stück- und Schliegform ab und zwar Schwefelkiese bis auf 1 bis2 Tausendstel Schwefel, so dass sich die Rückstände auf ein fürdie Walzeisenfabrikation geeignetes Roheisen verschmelzen lassen.S pence 2 ) benutzt die aus einem Schmelzflammofen abziehende Ueber-hitze zum Rösten der Erze. Wo die schweflige Säure wegen Vermischungmit Feuergasen, wegen zu geringer Menge etc. zur Schwefelsäuredarstel-lung nicht nutzbar ist, hat man dieselbe für die Umgebung durch Ein-leiten in Cokethürme, die mit Sodalösung gespeist werden, oder inKalkthürme unschädlich gemacht (St. Blasien im Schwarzwald 3 ),

b) Fortschritte hinsichtlich der Schmelzung. Durch Erweiterungder Schachtöfen im Schmelzraum bei entsprechender Querschnittsgestalt;und Vermehrung der Formen zahl, sowie durch Erweiterung der Oefen nachoben, so dass hier der Querschnitt grösser als im Formniveau, ist man zugrösserer Production, besserem Ausbringen und regelmässigerem Schmelz-gang und zu Brennmaterialersparung gelangt (oblonger Ofen von Ra-schette 4 ), Pilzscher Rundofen 5 ). Zur Beschleunigung des Processes,hauptsächlich zur rascheren Ueberführung der Erze und Leche in Schwarz-kupfer haben gedient: ein Einleiten von Gebläseluft in das geschmol-zene Erz (Tessie du Motay 6 ); das Einblasen von comprimirter Luft inden geschmolzenen Stein durch die Rührkrücke (Rittinger 7 ) oder imBessemerofen (Kupelwieser 8 ) und v. Jossa 9 ); ein Schmelzen derKupfersteine mit Salpeter (Wagner 10 * ), sowie schärferes Abrösten undSchmelzen der Kupfersteine im Flammofen auf Schwarz- und Raffinad-kupfer.

c) Fortschritte hinsichtlich der Reinigung (Gaarmachen, Raf-fination) des Schwarzkupfers behufs deren Beschleunigung oder zurvollständigeren Entfernung schädlicher Substanzen. Hierzu ist besondersWasserdampf in Anwendung gebracht, indem man entweder das ein-schmelzende Schwarzkupfer mit Wasser bespritzt und dann Gebläselufteinwirken lässt (Ledere u ), oder umgekehrt (Guillemin 12 ), oder dasMetall in einer aus Leuchtgas und Sauerstoff erzeugten Flamme ein-schmilzt, wobei sich Wasserdampf bildet (Tessie du Motay 13 ), oder

J ) Perret, in Bode, 1. c. 111. Berg- u. Hüttenm. Ztg. 1873, 407.

2 ) Spenee, Wagn. Jabresher. 1862, 203; 1865, 150. 3 ) Wagn. Jalu-esber.

1871, 119. 4 ) Raschette, Berg- u. Hiittenm. Ztg. 1863, 389; 1866,

202; 1867, 274; 1868, 101, 178; 1870, 364; 1871, 412. 6 ) Pilz, Ebend.

1871, 284, 306. °) Tessie du Motay, Wagn. Jahresber. 1871, 143.

7 ) Rittinger, Ebend. 1871, 155. 8 ) Kupelwieser, Ebend. 1869, 136.

9 ) v. Jossa, Ebend. 1871, 154. 10 ) Wagner, Ebend. 1869, 136; 1870, 116.

n ) Ledere, DingL pol. J. CXC, 74, 12 ) Gruillemin, Dingl. pol. J. CXCVIII,

92. 13 ) Tessiö du Motay, Dingl. pol. J. CLXXXXVII, 457.

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