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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Nickel und Kobalt.

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stücke auf 1 Vio P- 0. und das Minimum der Münzgewichte durch dasGesetz vom 28. Juni 1860 auf 2 und 4 g festgesetzt; die Ab-nutzung durch zehnjährige Benutzung der Münzen liegt also nochinnerhalb der Gewichtstoleranz, die für die Emission gestattet wurde.

Endlich wäre noch als Vorzug der Nickelmünzen zu erwähnen,wenigstens, was die aus der Legirung 1 j i Nickel, 3 / 4 Kupfer anbelangt,dass sie einer ganz geringen Oxydation ansgesetzt sind; diese beschränktsich auf eine geringe Farbenveränderung; die anfangs silberweissenMünzen nehmen durch längeren Gebrauch, ohne Grünspanbildung zuzeigen, eine Farbe an, die zwischen der Silber- und Stahlfarbe liegtund lassen sich daher alsdann um so leichter von den Silbermünzenunterscheiden.

Galvanische Vernickelungen.

Neben der Anwendung des Nickels für Münzzwecke ist als neuepraktische Verwendung desselben und welche ihm einen grossen Ab-satz in der Zukunft verspricht, die Vernickelung des Eisens, d. i. dieUeberkleidung des Eisens und Stahles mit einer Schicht chemisch reinenNickels, auf galvanischem Wege hervorzuheben.

Gut auf Eisen oder Stahl aufgelagerte Schichten von reinemNickel sind sehr haltbar, mindestens ebenso hart als das darunterliegende Eisen und sind fast gar keiner Oxydation unterworfen. Ausdiesem Verhalten sieht man leicht die Tragweite der neuen Verwen-dung des Nickels. Zuerst bei Handfeuerwaffen behufs deren Präser-virung vor Rosten angewendet, hat die galvanische Vernickelung baldallgemeinere Anwendungen gefunden, z. B. als Ueberzug von Maschinen-theilen, Schlössern, Schlüsseln und überhaupt allen feineren Eisen-arbeiten, Kaminverzierungen, die durch atmosphärische und andereEinflüsse wie namentlich chirurgischen Instrumenten leicht dem Rostenausgesetzt sind.

Für die Ueberziehung des Eisens und Stahles mit reinem Nickelsind zahlreiche Vorschläge gemacht worden; vorzüglich haben Reming-ton, Gaiffe, Becquerel, Adams u. A. die verschiedenartigstenNickeldoppelsalze als: von Chlornickel mit Chlorammonium,-lcalium oder-magnesium, oder von schwefelsaurem Nickel mit schwefelsaurem Ammo-nium, Kalium, Natrium, Magnesium oder Aluminium als Bäder für diegalvanische Vernickelung vorgeschlagen und man hat sich längere Zeitgestritten, ob Salze von Alkalien oder alkalischen Erden in den Bädernder Vernickelung hinderlich seien oder nicht (s. z. B. Compt. rend.LXX, 181).

Ein Factum ist, dass, so lange die nickelhaltigen Bäder vollkommenneutral sind oder gehalten werden, jedes Nickeldoppelsalz bei der Ver-nickelung des Eisens gute Resultate giebt, mag das Bad soviel Alkalien