Nickel und Kobalt.
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misches von metallisch gewordenen Nickelwürfeln und Kohle heraus-gezogen, wodurch natürlich die ganze Beschicknngshöhe in der Röhreheruntersinkt und so jeder Theil derselben alle Höhen der Thoiiröhredurchläuft, hier reducirt und gekohlt wird und sich schliesslich in derEisenblechröhre abkühlt. Meist zieht man alle 3 /4 bis 1 Stunde dasreducirte Nickel schaufelweise aus. Ein solcher Ofen consumirte in24 Stunden 900 bis 1000 Kg Kohle und man konnte mit 6 Röhrenvon 20 cm Weite circa 500 bis 600 Kg Nickel reduciren; ein Arbeitergenügte für den ganzen Dienst des Ofens.
Gasabsorption der schmelzenden Nickelkupfer-legirungen.
Legirungen aus Kupfer und Nickel absorbiren beim Schmelzenziemliche Mengen Gase; diese Gasabsorption steigt proportional mitdem Gehalte der Niclcelkupferlegirung an Nickel und mit der Tempe-ratur des schmelzenden Metalles. Der Gasabsorption sind hauptsäch-lich die Schwierigkeiten zuzuschreiben, die man zu überwinden hat,wenn man z'. B. behufs der Münzdarstellung compacte Güsse aus derEegirung von 25 p. C. Nickel und 75 p. C. Kupfer zu produciren hat.
Schmilzt man eine Legirung von 80 p. C. Nickel und 20 p. C.Kupfer in einem Graphittiegel, der bis zur Hälfte mit flüssigem Metallgefüllt ist, bei Weissgluth, zieht ihn bei dieser Temperatur aus demOfen und kühlt ihn schnell ab, z. B. durch Einsetzen in ein dem Tie-gel entsprechendes in einem grossen kalten Eisenblock befindlichesLoch, so steigt durch die mit der plötzlichen Abkühlung erfolgendeheftige Gasentbindung der flüssige Tiegelinhalt über den Tiegel hinaus.
Dieser Gasabsorption ist es auch wahrscheinlich zuzuschreiben,dass man beim Granuliren von Nickelkupferlcgirungen in Wasser ofthohle Kugeln erhält. Ich erhielt einmal beim Granuliren einer Legi-rung von 80 p. C. Kupfer und 20 p. C. Nickel hohle Kugeln von sogeringer Wandstärke, dass sie auf dem Wasser schwammen, leider aberin so geringer Menge, dass eine Bestimmung des in den Kugeln ein-geschlossenen Gases unmöglich war 1 ).
Anwendungen von Nickel und Kobalt.
Bis vor circa 12 Jahren beschränkte sich die Verwendung desNickels ausschliesslich auf die Darstellung des Neusilbers, einer je nach
J ) Der Herausgeber verdankt der Güte des Herrn Dr. Kiinzel eineProbe dieser Kugeln; sie erinnern lebhaft an die auf dem Wasser schwimmen-den hohlen Quecksilberkugeln, welche sich beim Einfallen eines luftgemisch-ten Wasserstrahles in Wasser bilden. A. W. H.
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