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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Nickel und Kobalt.

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In Bruno Kerls Metallurgie (Bd. 4, S. 482) ist angeführt, dassPatera in Joaohinasthal die Trennung des Kobalts vom Nickel durchKaliumhydrosulfat bewirkt; wir haben damit kein günstiges Resultaterzielt. Dagegen ist die Trennung des Kobalts vom Nickel durchAmmoniumsulfat unter Zusatz von etwas Schwefelsäure in allen solchenProducten oder Erzen, in denen der Kobaltgehalt im Yerhältniss zumNickelgehalte ein nicht zu geringer ist, wenn es nicht auf grosse Rein-heit ankommt, mit Vortheil zu verwenden.

Die Trennung ist ziemlich genau, wenn die Lösungen nicht zuverdünnt waren, welcher Fehler natürlich durch Abdampfen der Lö-sungen zu corrigiren ist; das Nickel scheidet sich als schwerlöslichesDoppelsalz, Nickelammoniumsulfat, aus, während reines Kobaltdoppel-salz in Lösung bleibt. Aus ersterem wird durch Erhitzen in Thon-röhren das Ammoniumsulfat ausgetrieben und zu späteren Fällungenaufs Neue verwendet, letzteres wird durch Schwefelammonium zer-setzt, das Schwefelkobalt geröstet und durch Glühen mit Soda undetwas Salpeter in Oxyd verwandelt. Das Nickelsulfat lässt sich durchRösten mit etwas Kohlezusatz fast vollständig in Oxyd überführen,die letzten Spuren von Schwefel werden durch Glühen mit Soda undSalpeter und Auswaschen entfernt.

Trennung des Calciumsulfats vom Nickeloxyd.

Das Auswaschen des schwefelsauren Kalkes aus dem geglühtenund mit Wasser feingemahlenen Nickeloxyde mit angesäuertem Wasserist viel zu zeitraubend, um bei einer Fabrikation im grösseren Maass-stabe angewendet werden zu können; besser ist die Trennung durchGlühen des unreinen Oxydes mit Soda und Auswaschen des Natrium-sulfats mit Wasser zu bewerkstelligen, doch wird hierbei in der Regeleine zu grosse Menge Soda verwendet und das Glühen bringt unnöthigeKosten. Viel besser geschieht die Reinigung des geglühten und mitWasser feingemahlenen Nickeloxyds dadurch, dass man fürs Erste allendarin enthaltenen hei der Fällung überschüssig zugesetzten Kalk mitSalzsäure haltendem Wasser auszieht, hierauf das Oxyd in Fässerndurch Einleiten von Dampf zum Kochen bringt und nach und nacheine Lösung von Natriumcarbonat in solcher Menge zufügt, dass nachungefähr 1 /i ständigem Kochen noch überschüssiges Carbonat in Lö-sung bleibt. Ist dies der Fall, so ist aller schwefelsaurer Kalk durchdie Sodalösung in Natriumsulfat und Calciumcarbonat verwandelt.Ersteres wird vollständig ausgewaschen und alsdann der gebildetekohlensaure Kalk durch mit Salzsäure angesäuertem Wasser aus-gezogen.

Wiener Weltausstellung. III.

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