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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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_ Gruppe III. Chemische Industrie.

cess bleibt; dann fast zugleich Lithium im Roth und zwei Kaliumlinien imViolett, endlich schwache Gruppe von Linien Mangan a zwischen Gelbund Grün. Zweite Periode: es entstehen plötzlich glänzende Kohlen-stofflinien in Roth, Blau und Grün und dann eine Gruppe schwacherMangan ß Linien im Grün zusammen mit einer einzelnen Linie imViolett; darauf nehmen die Kohlenstofflinien in Grün an Helle zu, Li-thium und Kalium verschwinden, aber gleichzeitig entstehen neue, Man-gan y, Linien zwischen Grün und Blau, zusammen mit Einigen im Blau.Schliesslich verschwinden nach einander die Gruppen Mny, Muß, Mnuund bezeichnen so das Ende der Kochperiode, während Kohlenstoffund Natrium noch bleiben. Dritte Periode: die Kohlenstofflinien imGrün werden schwächer und verschwinden plötzlich, die Natriumlinie hältaus bis das Spectrum wieder continuirlich wird.

Das Verschwinden von Mangan bezeichnet daher die Periode derStahlbildung und muss bei der Entkohlungsmethode als Indicatorbesonders berücksichtigt werden.

Um bei dem Beobachter der hell leuchtenden Flamme mit demSpectroskop das Auge zu schützen, hat Th. Rowan das Chromoj>yro-meter auf den Atlas W orks zu Sheffield angewendet und Bleichsteiner 1 )seine Brauchbarkeit auch bei heissen, stark rauchenden, Chargen bestä-tigt. Es besteht aus einer dunkelgelben Glasplatte, die zwischen zweiultramarinblauen Gläsern liegt, welche zusammen das blendende weisseLicht hinreichend absorbiren, aber sonst alle Farben des Spectrumserkennen lassen. Betrachtet man die Flamme allein durch das Chromo-pyrometer, so zeigt sie sich nach F. M. Sil li man 2 ) zuerst carmoisinrothund kurz; dann wird sie blässer, länger und hat eine purpurne Kante,in der Flamme selbst zeigt sich ein tief carmoisinrothes Band, von derBasis ausgehend. In der zweiten Periode wird die Flammenspitze voneinem Kranz von Carmoisin umgeben und die purpurne Kante wechseltmit Grün, das nach und nach immer tiefer wird und von Mangan her-rühren soll, bis die Flamme plötzlich verschwindet.

Die Beobachtungen der Flamme mit dem Spectroskop und Chromo-pyrometer haben ohne Zweifel einen praktischen Werth zur Beur-theilung des Oxydationsprocesses im Convertor, doch ist es selbstverständ-lich, dass die dabei auftretenden Erscheinungen je nach der Beschaffen-heit des Roheisens und auch nach der Temperatur im Ofen verschiedensein werden, Ihre Anwendung ist daher gewiss zu empfehlen und aufden deutschen und österreichischen Hütten auch allgemein geworden. Aufdiesen pflegt der Process überdies einen langsameren, für die Beobachtunggünstigeren, Verlauf zu haben, als auf den englischen Werken, weil man

!) Rowan und Bleiclisteiner, Chem. News 1869, XXIX, 170;Oesterr. Ztschr. 1869, Nr. 43. 2 ) Silliman, Chem. News, 1871, Nr. 579,

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