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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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784
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784

Gruppe

III.

Chemische

Industrie.

Cr

kG

ßC

Si

Va

a.

2-21 bis 3-46

—

■—

—

—

b.

0465

0-855

3-105

1-071

0-091

c.

1-95

4-40

o-o

0-75

Spur

d.

2-37

—

4’9

—

Das aus d. dargestellte Schmiedeeisen hielt 2"25 und aush. 0'018 p. C. Chrom, was beweisen würde, dass dieses Metall, ähnlichwie Kupfer, der Oxydation sehr gut widersteht.

Zinn. Zinnhaltige Eisen Verbindungen finden sich nicht selten inden Eisensauen oder Härtlingen der Zinnschmelzöfen; so beobachtetePlattner reguläre Octaeder in gestrickter. Form von Altenberg,Yol. - Gew. 7'6, zusammengesetzt na'ch der Formel Sn 9 -f- Fe 4 C J ).B. Eyferth * 2 ) stellte eine leicht schmelzbare Eisenzinnlegirung dar,indem er in geschmolzenes graues Roheisen 25 Procent Zinn ein-rührte, wobei sich aller gelöster Kohlenstoff als Graphit und dasSilicium in Flocken von weisser Kieselerde abschied, was beweist,dass das Zinn eine wirkliche chemische Verbindung des Kohlen-stoffs und Siliciums mit dem Eisen und nicht ein mechanisches Gemengederselben zersetzte (s. weiter unten).

Phosphor. Aehnlich wie,für Kohlenstoff und Silicium glaubteH. Struve 3 ) auch die Existenz zweier Modificationen des Phosphorsim Roheisen zu finden, in Folge des verschiedenen Verhaltens beimAuflösen in Salzsäure, indem sich ein Theil als Phosphorwasserstoffentbindet, während eine Verbindung von Phosphoreisen ungelöst bleibt.Auch E. Sidot' 4 ) stellte künstliches Phosphoreisen dar. Es hatte dasAussehen des Roheisens und enthielt 1 cm lange, quadratische Pris-men, welohe magnetisch, stahlgrau, oft bunt angelaufen waren undgrosse Härte besassen. Sie hatten die Zusammensetzung von Fe 4 P, in-dem 87'3 Fe und 12 - 4 P gefunden und 87'9 Fe und 12"1 P berechnetwurden.

Stickstoff. F. C. Calvert 5 ) behandelte ein graues Roheisen,das 2'9 p. C. Kohlenstoff und 0'79 p. C. Stickstoff enthalten sollte, mitEssigsäure und erhielt im Rückstände eine Substanz, die er für Fe G C 4hielt. Die Analyse ergab:

*) Gurlt,. Pyrogenete künstliche Mineralien, Ereiberg 1857, 39.

2 ) Eyferth, Berg- u. Hüttenm. Ztg. 1861, 142; polytechn. Centralbl. 1861,736. s ) Struve, Bull, de l’acad. de St. Petersbourg 1860, Nro. 423; Journ.

f. prakt. Chem. LXXIX, 321. 4 ) Sidot, Compt. rend. LXXIV, 1425; Wagn.

Jahresber. 1872, 29. 5 ) Calvert, Compt. rend. LII, 1315; Ding], pol. J.

CLXI, 436.