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Gruppe III. Chemische Industrie.
also überhaupt kein Gas absorbirt haben; dass das Steigen vielmehr aufeiner Reaction von Eisenoxyden auf den Kohlenstoff, unter Bildungvon Kohlenoxyd, bewirkt werde. Dagegen fand John Parry >) beiPrüfung von Graham’s Angabe, dass graues Roheisen Wasserstoff undKohlenoxyd aufzulösen vermöge, dass es, bei gänzlichem Abschlüsse, derLuft geschmolzen, allerdings sein zwanzigfaches Volum Wasserstoffabsorbiren könne, der beim Erhitzen im Vacuum wieder entweicht, eben-so wie beim Erkalten. Dasselbe Verhalten findet bei Kohlenoxyd undgewissen metallischen Dämpfen, wie denen von Zink, Cadmium undWismuth, statt. Hierdurch finden also Cailletet’s Untersuchungenihre Bestätigung.
Obgleich das Roheisen im reinsten Zustande nur aus Eisen undKohlenstoff besteht, von dem ein Theil als « C chemisch gebunden, derandere als ß C oder Graphit mechanisch beigemengt ist, so ist in Folge derDarstellungsweise im Hohofen aus einer Beschickung, die immer Kiesel-säure, Thonerde und Kalk, meist auch noch andere Körper enthält, nichtzu vermeiden, dass auch diese abgeschieden und in das Roheisen über-geführt werden. Von denselben treten das Mangan und Kupfer an dieStelle des Eisens, während der Kohlenstoff durch viele andere elektro-negative Körper vertreten, und wenn er schon vorher als a C in derVerbindung vorhanden war, als ß C ausgeschieden wird. Zu diesenletzteren gehören namentlich Silicium, Arsen, Phosphor, Schwefel,Chrom, Wolfram, Vanadin, Titan, Zinn und vielleicht auch Stickstoff.In den folgenden Zeilen soll ihre Einwirkung auf die Beschaffenheitdes Roheisens kurz besprochen werden.
Mangan. Es wurde schon oben (S. 775) angeführt, dass dasManganroheisen von Jauerburg bis zu mehr als 35 Mangan enthaltenkann bei Gegenwart von 5 - 27 p. C. a C und dass das Eisen schon beieinem Mangangehalte von unter 20 p. C. seinen Magnetismus ganz undgar eingebiisst hat. Auch die Structur ist nicht mehr krystallinischoder strahlig, sondern vollkommen dicht und der Bruch gleicht ganzund gar dem einer Nickelspeise. Ein sogenanntes Ferromangana., das aber wohl nicht im Hohofen dargestellt worden, enthielt nachDarmstadt 2 ), und Spiegeleisen von Theresienthal in Böhmen, b., nachRichter:
Fe Mn «C Si P Ca
a. 73-474 2P064 4'805 0‘059 0709 0'175
b. — 22-183 2-311 0732 — —
und das künstlich in Tiegeln oder Flammöfen nach den Verfahren vonBessemer, Henderson und Prieger dargestellte Ferromangan 3 )
’) Parry, Engineering 1874, May, 341. 2 ) Darmstadt, Zeitschr. f.
analyt. Cliem. 1869, 116. 3 ) Vergl. auch den Aufsatz über Mangan S. 848.