Eisen.
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apparate. Diese sind jetzt ganz allgemein und statt der eisernenRöhren, in denen früher der Wind erhitzt und in denen die Tempe-ratur des Schmelzpunktes des Bleies erreicht wurde, wie in den Calderund Wasseralfinger Apparaten mit horizontalen Röhren, von rundemoder elliptischem Querschnitt, den Hufeisen-, Pistolen- und Hängeröhren-apparaten, werden immer mehr die Oefen nach dem regenerativenPrincip von Siemens angewendet. Es sind dieses aus feuerfestenStejnen mit durchbrochenen Mauern hergestellte Kammern, durch dieerst die brennenden Gichtgase hindurchgehen, bis die Steine glühendsind, worauf der kalte Gebläsewind hindurchgeführt wird, um die auf-gespeicherte Wärme wieder aufzunehmen. Diese Apparate wirkenalso alternirend, es gehören wenigstens zwei zu jedem Ofen und diein ihnen erreichte Temperatur des Windes steig't über 700° C. SolcheConstructionen sind die von Cowper 1 ), Siemens 3 ) und Cochrane 3 ).Bei Whitwell’s Ileissluftapparat circuliren Gase und Luft auf undnieder, in engen gemauerten Kammern, und erreicht letztere 750° C.Derselbe war in Wien durch instructive Modelle und Zeichnungen ver-treten ; er wurde zuerst zu Stockton-on-Tees angewendet und ist jetztsehr verbreitet. Ausführliches findet sich in Anton Kerpely’s Be-richt über das Eisen auf der Wiener Ausstellung. Die Folge desheissen Windes war überall eine raschere Verbrennung des Brennstoffes,grössere Production und Kohlen ersparung. Um den Oefen die Material-zufuhr zu erleichtern, werden jetzt vielfach pneumatische Gichtaufzügebenutzt 4 ). Sehr zweckmässig ist der von J. Gjers 5 ) auf den AyresomeIron works bei Middlesborough. Dieser kurze Ueberblick über dieVerbesserungen der Schmelzapparate möge hier genügen und ist nurnoch zu erwähnen, dass auch die Gebläsemaschinen ausserordentlichvervollkommnet wurden, in Bezug auf Menge und Pressung des gelie-ferten Windes.
Hohofenbetrieb.
Der Betrieb der Hohöfen hat in den letzten Decennien unleugbareFortschritte gemacht, sowohl mit Bezug auf die Qualität als auch dieQuantität der Production. Wenn die letztere vorzüglich durch Ver-grösserung der Ofendimensionen vermehrt wurde, so erreichte maneine bessere Beschaffenheit des Productes durch zweekmässigere Gatti-rung und Beschickung. Es war das Streben der meisten Hütten sicheine möglichste Auswahl von Erzen zu verschaffen, wobei man sich
4 ) Cowper, Engineering 1870, July, 12; Berg- u. Hiittenm. Ztg. 1871,132. 2 ) Siemens, Berg- u. Hüttenm. Ztg. 1866, 191. 3 ) Cochrane,
Mechanic’s Magaz. 1870, Febr. 100. 4 ) H. Schwarz, Breslauer Gewerbebl.
1862, 181. 6 ) Gjers, Engineering 1872, May, 343.
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