Eisen.
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ein fahrbares Ofengestell anwenden wollte. Statt dieser wenig prakti-schen Vorschläge sind freistehende Ofengestelle mit Wasserkühlungdurch eingemauerte Kasten oder durch Berieselung jetzt allgemeineingeführt, während der ganze obere Ofen durch gemauerte odereiserne Träger abgefangen ist. Durch dieses Mittel gelingt es, denOefen eine lange Dauer zu geben, und so wurde z. B. kürzlich zuHörde, bei Dortmund, ein solcher ausgeblasen, der ununterbrochen20 Jahre im Betriebe gewesen war. Von Oefen besonderer Construe-tion sind die folgenden anzuführen: Das System von Eachette x ), wel-ches seit 14 Jahren zu Nischne-Tagilsk im Ural für Holzkohlenöfen an-gewendet wird, wurde von Aubel auch für Cokeöfen zu Mühlheim amRhein ausgeführt, und es würde ohne Zweifel vollständigen Erfolg gehabthaben, wenn die Eisenerze von besserer Qualität und die Finanzen derGesellschaft in besserer Ordnung gewesen wären. Bei diesem Systeme hatder Querschnitt des Ofens die Form eines Oblonges, auf dessen beiden lan-gen Seiten eine grosse Zahl von Formen vertheilt ist, während beide kurzeSeiten als Arbeitsseiten dienen. Das System der Gebrüder Büttgen-bach 2 ) ist seit 1865 auf der Neusser Hütte, bei Düsseldorf, in Anwendungund ist auch vielfach in Frankreich, Deutschland und Oesterreich ein-geführt. Bei demselben fällt der Ofenmantel ganz und gar fort und derOfen besteht nur aus dem frei getragenen Kernschachte und einem frei-stehenden Gestelle, während gleichzeitig die Gasableitungsröhren alsTräger für die Gichtbrücke dienen. Zu Neusser Hütte werden auseiner armen Beschickung mit nur 27 p. C. Ausbringen täglich 800 Ctr.Roheisen erblasen, mit einem Verbrauch an Coke von 135 Pfund für100 Pfund graues und von 95 Pfund für 100 Pfund weissstrahligesRoheisen. W. Ferrie’s 3 ) selbstcokender Hohofen ist zu Calderbankin Schottland ausgeführt und für rohe Steinkohlen berechnet. DerOfen ist 83 engl. Fuss hoch, 18 Fuss im Kohlensack und 12'5 Fuss ander Gicht weit, und sein oberer Theil 20 Fuss von der Gicht abwärts,durch zwei rechtwinklige auf Bogen stehende Mauern in vier verticaleKammern getheilt. In den Wänden dieser Kammern sind cireulirendeGas- und Luftcanäle angebracht, um in ihnen die Gichtgase des Ofenszu verbrennen und die Beschickung, bestehend aus Kohle, Eisensteinund Kalkstein, auf dem Wege von der Gicht bis zum Eintritte in denweiten Theil des Ofens zu erhitzen resp. zu vercoken. Nach LowthianBell war die Beschickung am unteren Ende der Kammern rothglühendund es wurde, gegen gewöhnliche Oefen, fast die Hälfte an Kohle
*) C. Aubel, das Rachette’sche System der Patent Normal-und Universal-scliaclitöfen. Leipzig, E. H. Meyer 1863; Tunner, österreichischer Berichtüber die Londoner Ausstellung von 1862. Wien 1863, 27. 3 ) Büttgen-bach, Zeitsclir. d. Vereins deutscher Ingenieure 1870. 401. 3 ) Ferrie,
Engineering 1871, June 414: Dingl. pol. J. CCI, 108.
Wiener Weltausstellung. III.
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