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Gruppe III. Chemische Industrie.
Nach Osten zu tritt dagegen der Kryolith rein weiss auf und nimmthier einen Flächenraum von einigen tausend Quadratfuss ein. DieSchicht zieht sich noch nach Südosten, bis an ihre Begrenzung vom„Fjeld“ (Granit und Gneis), womit sie, einen Winkel von 40° bis 60°bildend, zusammenstösst.
Der reine weisse Kryolith wird seltener, je tiefer man kommt;man stösst dann auf den „schwarzen“ — eigentlich blaugrauen —etwas durchscheinenden sowie auch auf den „unreinen“ Kryolith. DasMineral ist in geschichteten Blöcken abgelagert; die Schichten sind vonSpalten durchfurcht, in denen ein dünner Ueberzug einer Eisenver-bindung die Schichten von einander trennt.
Das zu Tage liegende Kryolithlager erstreckt sich von Osten nachWesten ungefähr fünf Mal weiter, als von Süden nach Norden 1 ). Eserhebt sich nur unbedeutend über die Meeresfläche, ja liegt an einzel-nen Stellen bei hohem Wasserstand unter derselben. Die Schicht istin früheren Zeiten wahrscheinlicji höher gewesen und hat sich weiterin das Gebirge erstreckt, denn man hat an einem 8 Fuss höher ge-legenen Punkte im Süden einen isolirten Kryolithblock im Gneis ein-gelagert gefunden.
Wenn der Kryolith mehr als 20 p. C. fremder Beimengungen ent-hält, so wird er als Abfall angesehen, da es sich dann nicht lohnt, ihnzu verschiffen. Die verschiedenartigen Beimengungen stehen mit denumgebenden Gebirgsarten und Mineralien in Zusammenhang 2 ). Dievorherrschende Gebirgsart ist hier wie im übrigen Südgrönland haupt-sächlich Granit-Gneis, der grosse Aehnlichkeit mit dem skandinavischenhat, weil wie bei diesem bald Uebergänge vom Granit zu Gneis, baldvon diesem wieder zu Glimmerschiefer und Chloritschiefer, mitunterauch zu Hornblendeschiefer stattfinden. Der „Fjeld“ (die technischeBenennung der Gebirgsart) steht bei Ivitüt dem Gneis näher.
Den Kryolith und die denselben begleitenden Mineralien findet maninnerhalb zweier Trappgänge. Beifolgende kleine Skizze nach Taylergiebt eine Uebersicht der geognostischen Verhältnisse.
x ) Hoff giebt an, dasselbe sei circa 150 Ellen lang und 30 Ellen breit,Tayler sagt: 300 FussLänge und 80 Fuss Breite. Nach Thomsen enthältes einige tausend Quadratellen, nach Bohn 30 000 Quadratfuss. 2 ) Gie-secke, „Bericht einer mineralogischen Beise in Grönland 1806 bis 1813.“ InForm eines Tagebuchs. Das Manuscript befindet sich im Archiv des „königl.grönl. Handels“ in Kopenhagen. Gieseke, „Greenland“. In der EdinburghEnbyclopaedia 1861. Th. Hoff, „Om Tinstenes Forekomst ved Ivikaet vedArsut Fjord i Syd Grönland“. Aus „Videnskabelige Meddelelser fra den natur-historiske Forening i Kjöbenhavn“ 1854. J. W. Tayler, „On the Cryolite ofEvigtok, Greenland.“ Aus „Proceedings of the geolog. Society“ Jan. 1856. H.Eeum, Grönland geographisk und statistisk beskreven. Kjöbenhavn 1857. J.Thomsen, „Nogle Meddelelser angaaende Kryolithindustrieen.“ In Thom-sen’s Tidskrift for Physik und Chemie. Kjöbenhavn 1862.