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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Gruppe III. Chemische Industrie.

nit genannt. Ausserdem ist dasselbe bei Belfast und Antrim in Irland,in Calabrien, am Sene'pil u. a. gefunden wurden. Während der Bauxitin Frankreich und Irland conglomeratartig und oolithiseh vorkommt,zeigt er inKrain eine dichte erdige Structur. Ein Bild der Zusammen-setzung, namentlich des wechselnden Verhältnisses, in welchem derEisenoxydgehalt und Thonerdegehalt zu einander stehen, mögen fol-gende Analysen geben.

a.

b.

c.

d.

e.

f.

g-

Thonerde ....

60

75

63-16

72-87

44-4

54-1

64-6

Eisenoxyd ....

25

12

23-55

13-49

303

10-4

2-0

Kieselsäure . . .

3

1

4-15

4-25

15-0

12-0

7-5

Kali und Natron

—

—

0-79

0-78

—

—

—

Wasser.

12

12

8-34

8-50

9-7

21-9

24-7

a. und b. Bauxit von Baux; Durchschnittszahlen. H. Ste.-ClaireDeville 1 ). — c. Dunkler, d. heller Wocheinit, analysirt von Ed. Drechs-ler 2 ). — e. Rothbraurier, f. gelber, g. weisser Bauxit von Feistritz,analysirt von G. Schnitzer 3 ).

In der Regel enthalten die Bauxite noch Spuren von Kalk, Magnesia,Schwefelsäure, Phosphorsäure, sowie von Titansäure und Vanadinsäure.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass unter den Braun-, Gelb- undRaseneisensteinen noch manche so thonerdereiche Varietäten gefundenwerden, dass sie als Bauxit angesehen werden können.

Als ein neuerdings nicht selten zur Darstellung von Alaun undanderen Thonerdeverbindungen verarbeitetes Material, welches in dieseGruppe gehört, ist noch ein industrielles Nebenprodukt hervorzuheben,die Hohofenschlacken. Sie dürfen, um den Betrieb lohnend zumachen, nicht unter 20 p. C. Thonerde erhalten. Hieran schliessensich ferner noch die Phosphate, welche bei dem Jacobi’schen Ver-fahren des Entphosphorens der Eisenerze erhalten werden. Die Art undWeise der Verarbeitung dieser beiden Stoffe wird weiter unten be-schrieben werden. '

IV. Gruppe. Zu den Materialien, welche Aluminium und Kaliumin einer zur Alaungewinnung geeigneten Menge enthalten, denen alsonur die Schwefelsäure fehlt, gehört vor Allem der Feldspath, und zwardiejenige Varietät, die unter dem Namen Orthoklas (K 2 Si 3 0 7 -j-Al 2 Si 3 0 9 ) bekannt ist. Trotz der allgemeinen Verbreitung dieser undähnlicher Gesteine ist gegenwärtig ihre Benutzung sowohl für die Dar-stellung von Thonerde- als auch von Kaliverbindungen von geringer

D Ste.-Claire Deville, Ann. ch. phys. LXI, 309. 2 ) Drechsler,

Dingl. pol. J. CCIII, 479; Wagn. Jahresb. 1872, 319. 3 ) Sclinitzer,

Dingl. pol, J. CLXXXVI, 329; Wagn. Jahresb. 1867, 267.