Fabrikation der Schwefelsäure.
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5. Henry Arthur Smith, The Chemistry qf sulphurie aciä ma-nufacture. London 1873 (in deutscher Bearbeitung unter demTitel: Die Chemie der Schwefelsäurefabrikation, von H.A.Smith.Aus dem Englischen übersetzt von Fr. Bode. Freiburg 1874).
6. Lorenzo Parodi, fiulV extrazione dello solfo in Sicilia, e sugliusi industriali del medesimo. Firenze 1873.
Die Zahl der Schwefelverbindungen, welche zur Fabrikation vonSchwefelsäure Verwendung finden, ist in den letzten zehn Jahrenbedeutend gewachsen. Nur in wenigen Fabriken benutzt man zurDarstellung der'Schwefelsäure noch den Schwefel; vorherrschend wirdSchwefelkies hierzu verwandt, daneben in vereinzelten Fällen Bleistein,Kupferstein, Kupferkies, Zinkblende und Laming’sehe Masse.
Ueber neue Constructionen der Schwefelöfen ist Nichts veröffent-licht worden. Bemerkenswerth ist immerhin die in einigen Fabrikenerfolgte Umwandlung der Kiesöfen in Schwefelbrenner durch einfachesEinführen von Gussplatten an die Stelle der Roststäbe, welche durchdie hohen Kiespreise in den Jahren 1871 bis 1873 hervorgerufen wurde.Heidenreich in Hannover änderte zuerst seine Oefen in der ange-führten "Weise; in der genannten Fabrik wurden in 24 Stunden 120 KgSchwefel pro qm verbrannt.
Auch in Stettin, Hamburg und an anderen Orten hat man in denletzten Jahren Schwefelsäure aus Schwefel dargestellt, während man früherKies verwendete. Nachdem die Preise der Kiese gefallen, hat man invielen Fabriken die Darstellung der Schwefelsäure aus Schwefel wiederaufgegeben.
Die Ausfuhr an Schwefel aus Sicilien hat in den letzten Jahrendie in der Tabelle angeführten Zahlen erreicht.
1862 .
. . . 143323
Tonnen
1863 .
. . . 147035
5)
1864 .
. . . 139 841
55
1865 .
. . . 138232
1866 .
. . . 179110
55
1867 .
. . . 192 320
55
1868 .
. . . 172 387
55
1869 .
... 170141
55
1870 .
. . . 172751
55
1871 .
. . . 171236
55
Seit vielen Jahren wird der Schwefel in den Weinbergen Frank-reichs, Italiens und Spaniens gegen die Traubenkrankheit in grossenQuantitäten angewandt. Die vermehrte Production an Schiesspulver undUltramarin erfordert ebenfalls grosse Mengen Schwefel, so dass diedurch die Einführung von Schwefelkies zur Säurefabrikation bedingte